Echter Personalaufbau kommt in Sicht

6. Dezember 2018 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Als „gute Entscheidung“ hat der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in NRW, Michael Mertens, die gestrige Ankündigung der Fraktionsvorsitzenden von CDU und FDP gewürdigt, die Einstellungszahlen bei der Polizei im nächsten Jahr von 2300 auf 2500 Kommissaranwärterinnen und -anwärter zu erhöhen. „Alle Bundesländer versprechen zurzeit, endlich wieder mehr Polizisten einzustellen. NRW lässt dieser Ankündigung Taten folgen“, betonte Mertens. „Auch wenn im nächsten Jahr die Wachen und Kommissariate erneut mit weniger Polizisten auskommen müssen, weil wir die jungen Kolleginnen und Kollegen erst ausbilden müssen, kommt jetzt endlich ein echter Personalaufbau in Sicht.“

Unmittelbar nach ihrem Regierungsantritt hatten CDU und FDP im September 2017 die Zahl der Kommissaranwärterinnen und -anwärter in NRW bereits von 2000 auf 2300 erhöht. Das hatte auch die frühere rot-grüne Landesregierung so angekündigt. In diesem Jahr stieg die Zahl der Neueinstellungen auf 2300 Anwärterinnen und -anwärter. Ab dem 1. September 2019 sollen es jetzt 2500 pro Jahr sein. Die zusätzlichen Einstellungen sind auch deshalb erforderlich, weil in den kommenden Jahren immer mehr ältere Polizistinnen und Polizisten ausscheiden. Bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2022 werden in NRW rund 1000 Polizisten mehr zur Verfügung stehen als heute. Bis 2025 werden es sogar 2000 Polizisten mehr sein.

Trotz der positiven Entwicklung im Personalbereich sieht die GdP allerdings noch erheblichen Nachholbedarf bei der Sachausstattung der Polizei. Insbesondere bei der überfälligen Digitalisierung. Hier reichen die bislang zur Verfügung stehenden Mittel nicht, um die Arbeitsabläufe bei der Polizei nachhaltig zu modernisieren.