Innenminister Herrmann freut sich über hervorragendes Abschneiden des Freistaats

28. November 2018 | Themenbereich: Aktuell, Bayern | Drucken

Ganz hervorragend haben bayerische Landkreise und kreisfreie Städte in einer Studie des Kölner Sozialwissenschaftlers und Regionalforschers Wolfgang Steinle zur „inneren Sicherheit“ der deutschen Regionen abgeschnitten. „Bei den einzelnen Indikatoren und auch in der Gesamtbewertung liegt Bayern klar vorn“, freut sich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. Der Innenminister sieht die Resultate auch als Ansporn, weiter in die Sicherheit Bayerns zu investieren: „Gerade für die gefühlte Sicherheit ist auch die Polizeipräsenz auf der Straße unverzichtbar. Deshalb werden wir die Zahl der Polizisten weiter erhöhen und neben den bereits in den Jahren 2017/2018 zusätzlich aufgebauten 1.000 Stellen weitere 2.500 Stellen in den nächsten fünf Jahren schaffen.“ Als einen wichtigen Baustein bezeichnete Herrmann den Aufbau und die Verstärkung der Bayerischen Grenzpolizei, die neben der intensivierten Schleierfahndung auch für mehr sichtbare Polizeipräsenz an der Grenze sorgt.

Die Studie, die der Kölner Regionalforscher im Auftrag des Magazins Focus erstellt hat, berücksichtigt Indikatoren, die über polizeiliche Statistiken hinausgehen. In die Bewertung der insgesamt 401 Regionen Deutschland flossen neben den Polizeistatistiken zum Beispiel auch Zahlen zur Sicherheit im Straßenverkehr ein. Darüber hinaus interessierte die Forscher die wirtschaftliche Sicherheit und eine Beurteilung der gesellschaftlichen Konflikte in den Regionen. Ergebnis: Neumarkt in der Oberpfalz schnitt mit besonders niedrigem Kriminalitätsrisiko und geringen wirtschaftlichen Gefahren am besten von allen 401 Vergleichsregionen in Deutschland ab, gefolgt von Amberg-Sulzbach sowie dem Landkreis Bamberg auf Platz vier und dem Landkreis Schweinfurt auf Platz fünf. Neustadt an der Aisch, im Gesamtranking auf Platz 40, gilt als die wirtschaftlich sicherste Region. Insgesamt sind neun bayerische Städte unter den ersten 20 im Gesamtranking.

Besonders freute sich Herrmann über das Abschneiden der bayerischen Regionen bei den Zahlen zu den Wohnungseinbruchsdiebstählen: „Die zehn sichersten Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland sind hier in Bayern. In Regen, gefolgt von Freyung-Grafenau, Tirschenreuth, Rhön-Grabfeld, Cham, Main-Spessart, Straubing-Bogen, Coburg, Weißburg-Gunzenhausen und Bad Kissingen ist das Risiko, Opfer eines Wohnungseinbruchs zu werden, am geringsten.“

Auch beim Risiko, einer Gewalttat zum Opfer zu fallen, ergibt sich laut Herrmann ein sehr positives Bild für bayerische Regionen. Die zehn sichersten Landkreise oder kreisfreien Städte in Deutschland führt demnach nach Aichach-Friedberg an, gefolgt von Würzburg, Schweinfurt, Rhön-Grabfeld, dem baden-württembergischen Enzkreis, Amberg-Sulzbach, Aschaffenburg, Regensburg und Straubing-Bogen sowie Hof.