Doppelte Antrittsvorlesung: Univ.-Prof. Dr. Dr. Markus Thiel und Univ.-Prof. Dr. Eckhard Schröter

13. November 2018 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Polizei | Drucken

In der gut gefüllten Aula und vor einem sehr interessierten Publikum stellten Univ.-Prof. Dr. Dr. Markus Thiel, Leiter des Fachgebiets „Öffentliches Recht mit Schwerpunkt Polizeirecht“, und Univ.-Prof. Eckhard Schröter, Leiter des Fachgebiets „Verwaltungswissenschaft mit Schwerpunkt Politik und Gesellschaft“, sich und aktuelle Themen ihrer Fachdisziplinen vor.

Das Polizeirecht in Bund und Ländern ist derzeit in Bewegung; die gesetzlichen Reformvorhaben haben teilweise in der Bevölkerung Anlass zu erheblichen Protesten gegeben. In seiner Antrittsvorlesung befasste sich Professor Markus Thiel unter dem Titel „Polizeirecht – Diener oder Herr? Funktionen, Leistungsfähigkeit und Symbolkraft des präventiven Sicherheitsrechts“ mit dem Begriff und den Funktionen des Polizeirechts. Dabei ist es ihm auch wichtig, die Eignung des Polizeirechts zur Bewältigung gesellschaftlicher Konflikte zu beleuchten. Außerdem, so Thiel, „sollte das Polizeirecht von den Beamtinnen und Beamten nicht als Hemmnis oder lästige bürokratische Vorgabe betrachtet werden, sondern gewissermaßen als ‚Kollege in Paragraphenform‘.“ Überlegungen zur Vereinheitlichung der Polizeigesetze der Bundesländer und ein Ausblick auf die weiteren Entwicklungen des Polizeirechts rundeten seine Antrittsvorlesung ab.

Mit der Berufung von Professor Schröter wird an der DHPol das Fachgebiet für Verwaltungswissenschaft etabliert – eine Fachrichtung, die sich unter Bezug zur Management- und Policy-Forschung mit der Erfüllung öffentlicher Aufgaben beschäftigt. „An der DHPol steht dabei natürlich die Gewährleistung von öffentlicher Sicherheit und Ordnung im Vordergrund – ein lange vernachlässigtes Aufgabenfeld der Verwaltungswissenschaft“, wie Eckhard Schröter deutlich macht. Die Führungskräfte der Polizei stehen aktuell vor neuen Herausforderungen aus Politik und Gesellschaft, die innovative und zukunftsfähige Lösungsansätze erfordern – so der Tenor seiner Antrittsvorlesung, die unter dem Titel „Für einen zukunftsfähigen öffentlichen Sektor: Herausforderungen und Lösungswege“ stand.