Einsatzbelastung bei Fußballspielen gesunken

9. Oktober 2018 | Themenbereich: Aktuell, Rheinland-Pfalz | Drucken

Bei den Fußballspielen von der Bundesliga bis zur Oberliga konnten die Einsatzstunden der Polizei in Rheinland-Pfalz im Vergleich zur Vorsaison um 17.093 Stunden reduziert werden. Die Stundenanzahl ist um rund 20 Prozent gesunken.

„Die Abnahme im Vergleich zur Vorsaison ist sehr deutlich und beruht auch auf den präventiven Maßnahmen der Polizei“, betonte Innenminister Roger Lewentz. Zu den Maßnahmen gehöre, dass erkannte Störer vom Stadionbesuch abgehalten würden.

Im Ligaspielbetrieb der Bundesliga, der 2. Bundesliga, der Regionalliga Südwest und der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar waren in der Saison 2017/18 10.548 (2016/17: 13.293) Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte eingesetzt, die dabei 70.043 Einsatzstunden (2016/17: 87.136) leisteten. Bundesweit war die Zahl der geleisteten Einsatzstunden nur um sechs Prozent gefallen.

Von der Polizei in Rheinland-Pfalz wurden bei den Fußballspielen insgesamt 349 (2016/17: 334) Strafverfahren eingeleitet. Der Großteil der Strafverfahren wurde mit 160 (2016/17: 129) nach wie vor wegen des Missbrauchs von Pyrotechnik eingeleitet, gefolgt von Körperverletzungs- (66 Strafverfahren) und Beleidigungsdelikten (34 Strafverfahren). „Pyrotechnik im Stadion birgt große Gefahren, auch für unbeteiligte Fußballfans. Verstöße werden daher ausnahmslos verfolgt“, betonte Lewentz erneut.

Die Polizei vollzog in der Saison 557 (2016/17: 713) freiheitsentziehende bzw. -beschränkende Maßnahmen. Es wurden 64 Personen verletzt (2016/17: 33), darunter 11 Polizeikräfte (2016/17: 2). „Jeder Verletzte unter den Zuschauern und den eingesetzten Polizeikräften ist einer zu viel“, sagte Lewentz. Die weiterhin intensiv geführten Dialoge zwischen Fans und Polizei sollen ihren Beitrag leisten, die Verletztenzahlen in der laufenden Saison wieder deutlich zu reduzieren. Bei den Dialogveranstaltungen werden erkannte Problemstellungen besprochen.