Auch Kommissaranwärter müssen Schutzhelme bekommen

8. Oktober 2018 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Bis Ende des Jahres werden in NRW die ersten 5000 neuen ballistischen Schutzhelme an die Polizeidienststellen in NRW ausgegeben, durch die die Beamten auch gegen einen Beschuss mit Langwaffen geschützt werden. Die neuen Helme sollen in Zukunft in jedem Streifenwagen bereit liegen, damit die Beamten jederzeit bei gefährlichen Einsätzen auf sie zugreifen können.
Aus Sicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) bietet der neue Helm einen guten Kompromiss aus hoher Schutzwirkung und möglichst geringem Gewicht „Bis letztes Jahr lag das Gewicht der auf dem Markt verfügbaren Helme meist über 5 kg. Sie waren damit für längere Einsätze kaum nutzbar“, sagte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. „Der jetzt beschaffte Helm wiegt inklusive Visier dagegen nur 3,3 kg – bei besserer Schutzwirkung als bei den in anderen Bundesländern beschafften Helmen. Dafür hat sich das Warten aus Sicht der GdP gelohnt“.

Trotzdem sieht die GdP noch Verbesserungsbedarf in zwei Punkten. Zum einen muss sichergestellt werden, dass auch für die Kommissaranwärterinnen und -anwärter ein zusätzlicher Helm bereit liegt, wenn sie während der Praktikaphasen im Streifenwagen mitfahren. Zum anderen muss geklärt werden, wie die neuen Schutzhelme so in den Einsatzfahrzeugen verstaut werden können, dass sie jederzeit mit einem Handgriff erreichbar sind.