„KOMPASS holt alle Entscheidungsträger an einen Tisch.“

25. September 2018 | Themenbereich: Hessen, Innere Sicherheit | Drucken

Griesheim nimmt an der hessischen Sicherheitsinitiative KOMPASS teil. Innenminister Peter Beuth hat heute die Stadt besucht und den Einsatz für mehr Sicherheit vor Ort begrüßt. KOMPASS (KOMMunalProgrAmmSicherheitsSiegel) ist ein Angebot des Hessischen Innenministeriums an die hessischen Städte und Gemeinden. Ziel des Programms ist es, die Sicherheitsarchitektur in den Kommunen individuell weiterzuentwickeln und passgenaue Lösungen für Probleme vor Ort zu schaffen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Prävention.

„Die Bürgerinnen und Bürger von Griesheim sollen sich in ihrer Stadt sicher fühlen. Um das Sicherheitsgefühl nachhaltig zu verbessern, holt KOMPASS alle Entscheidungsträger in lokalen Sicherheitskonferenzen an einen Tisch. Gemeinsam mit der Polizei, der Kommune, den Bürger und weiteren Akteuren werden künftig aktiv Lösungen für die jeweiligen Probleme vor Ort erarbeitet. Die Polizei hat eine ganze Palette von individuellen Präventionsprojekten im Angebot, die Bürger wissen am ehesten, wo der Schuh drückt und die Kommune, was umsetzbar ist. Damit öffentliche Plätze nicht verkommen und dunkle Ecken in Parks nicht zu Angsträumen werden, ziehen jetzt alle Beteiligten vor Ort an einem Strang. Dies wird für ein echtes Sicherheitsplus vor Ort sorgen“, so Innenminister Peter Beuth.

Durch die Aufnahme der Kommune in die Sicherheitsinitiative des Landes, wird auch das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger gestärkt. Griesheim ist die elfte KOMPASS-Kommune in Hessen. Weitere 16 Kommunen werden in den kommenden Wochen in das Programm aufgenommen.

Mehr Personal für Kriminalitätsprävention
Für KOMPASS weist das Hessische Innenministerium den Polizeipräsidien jeweils zwei zusätzliche Stellen – hessenweit insgesamt 14 – zu, um so den Bereich der Prävention dort weiter zu stärken. Außerdem wurde eine Geschäftsstelle für KOMPASS beim Hessischen Landeskriminalamt eingerichtet, die mit ebenfalls zwei zusätzlichen Stellen ausgestattet ist. Darüber hinaus werden 30 weitere „Schutzmänner vor Ort“ landesweit eingesetzt.

„Das erfolgreiche ‚Schutzmann-vor-Ort‘-Programm ist ein gutes Beispiel dafür, dass wir sehr leistungsstarke Bausteine im Sicherheitsportfolio des Landes haben, die sich in die Gesamtkonzeption von KOMPASS sehr gut einfügen. Wir haben KOMPASS auch deshalb entwickelt, damit sich Kommunen in dem umfangreichen Angebot an Sicherheits- und Präventionsmaßnahmen der Polizei zu Recht finden und daraus die für ihre Bedürfnisse passenden Lösungen nutzen können. So bieten wir der kommunalen Familie mit KOMPASS Orientierung in allen Fragen der Sicherheit“, sagte Innenminister Peter Beuth.

Erfolgreiche Sicherheitspartner erhalten KOMPASS-Sicherheitssiegel
Jede KOMPASS-Stadt und jede KOMPASS-Gemeinde wird bei erfolgreicher Zusammenarbeit mit dem Land Hessen ihr eigenes Sicherheitssiegel erhalten. Zur Evaluierung der Initiative KOMPASS wird das Kommunalprogramm wissenschaftlich begleitet und die erfolgten Maßnahmen ausgewertet. „Jede KOMPASS-Kommune steht schon jetzt dafür, dass dort in Kooperation mit der Polizei gemeinsam an der Stärkung der Sicherheit gearbeitet wird. Wenn die ausgemachten Probleme angepackt und Lösungen erfolgreich umgesetzt wurden, werden diese KOMPASS-Kommunen mit dem Sicherheitssiegel ausgezeichnet. Die Auszeichnung mit dem Sicherheitssiegel bedeutet nicht, dass dort künftig keine Straftat mehr stattfindet. Das Sicherheitssiegel steht vielmehr dafür, dass die Kommune sich in besonderem Maße für die Sicherheit ihrer Bürgerinnen und Bürger eingesetzt, deren Sorgen und Ängste aufgegriffen und gemeinsam mit der Polizei Sicherheitsmaßnahmen erfolgreich umgesetzt hat“, so der Innenminister.