Hände weg vom Handy

21. September 2018 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp., Verkehr | Drucken

Alässlich des heute stattfindenden ersten bundesweiten Aktionstages der Länder zum Thema „Ablenkung im Straßenverkehr“ unter der Kampagne „sicher.mobil.leben“ besuchte Innenminister Lorenz Caffier heute in Demmin eine der insgesamt 82 von der Landespolizei heute eingerichteten Kontrollstellen.

„Auch wenn es sich nach einem schweren Unfall oftmals nicht mehr nachweisen lässt, gehen wir bei vielen Verkehrsunfällen davon aus, dass die Fahrer beispielsweise durch ein Smartphone abgelenkt waren“, erklärt Innenminister Lorenz Caffier. „Deshalb wird die Landespolizei auch in Zukunft auf Streifenfahrten und bei speziellen Kontrollen konsequent darauf achten, ob Verkehrsteilnehmer widerrechtlich ihr Smartphone nutzen.“

Beispielsweise führt die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern im aktuellen Monat September im Rahmen der landeseigenen Kampagne „Fahren.Ankommen.LEBEN!“ die themenorientierten Verkehrskontrollen unter dem Motto: „Aufschauen statt draufschauen!“ durch. 7.863 ‚Handy-Sünder‘ am Steuer wurden in Mecklenburg-Vorpommern bis heute allein in diesem Jahr festgestellt. Ihnen drohen 100 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg. 2017 waren es landesweit 10.021 (2016: 9.056).

Wie Innenminister Caffier erläuterte, sind die verstärkten Kontrollen notwendig, da häufig die notwendige Einsicht fehlt. „Schnell mal die Mails gecheckt, den Beitrag eines Bekannten geteilt oder kurz eine Nachricht versendet – selbst wenige Sekunden Unaufmerksamkeit am Steuer können schwerste Verkehrsunfälle verursachen“, warnte der Minister. „Es hat sich zu einer regelrechten Unsitte entwickelt, im Straßenverkehr ständig das Smartphone nutzen zu müssen. Das betrifft Autofahrer und Lkw-Fahrer genauso, wie Fahrradfahrer und auch Fußgänger, die teilweise so beschäftigt mit ihrem Handy sind, dass sie vom Verkehrsgeschehen um sich herum gar nichts mehr mitbekommen.“

Die Landespolizei setzt aber nicht nur auf intensivierte Kontrollen, sondern auch auf eine breite Aufklärungskampagne über die Gefahren von Smartphone und Co am Steuer. Deshalb werden die Kontrollstellen der Landespolizei oftmals durch Präventionsmitarbeiterinnen und –mitarbeiter unterstützt , die mit Infoständen auf die Gefahren der Nutzung von Mobiltelefonen und anderen der Kommunikation dienenden Geräten hinweisen. Mit praktischen Übungen, Aufklärungsgesprächen und Informationsmaterialien zum Thema „Ablenkung“ sollen so Fahrzeugführer und interessierte Bürger für die Thematik sensibilisiert werden.

Innenminister Lorenz Caffier kündigt an, dass das Thema ‚Ablenkung im Straßenverkehr‘ auch in den kommenden Jahren ein wichtiger Schwerpunkt der Verkehrssicherheitsarbeit der Landespolizei sein wird. Neben der zunehmenden Ablenkung im Straßenverkehr stehe für die Landespolizei auch weiterhin der Kampf gegen Raser im Mittelpunkt.