Mehr Sicherheit für Mitarbeiter privater Sicherheitsunternehmen

17. September 2018 | Themenbereich: Security | Drucken

Die Zahl der Übergriffe auf Mitarbeiter privater Sicherheitsunternehmen in Flüchtlingseinrichtungen hat – auch in Bayern – zugenommen. Bundesweit bestätigen das auch Erkenntnisse der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung.

Um Lösungsansätze zum Schutz der Mitarbeiter zu entwickeln, trafen sich der Bayerische Staatsminister des Innern und für Integration, Joachim Herrmann, und der Vorsitzende des Fachausschusses zum Schutz von Flüchtlingsunterkünften im Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW), Ernst Steuger. Die Problematik sei bekannt und werde sehr ernst genommen, betont Steuger im Anschluss an das Gespräch. „Staatsminister Herrmann sicherte uns seine Unterstützung zur Verbesserung der Situation im Hinblick auf präventive Maßnahmen zu“, so Steuger weiter. „Bayerische Polizei und Sicherheitsdienste arbeiten Hand in Hand, um in und im Umfeld von Flüchtlingseinrichtungen für bestmögliche Sicherheit zu sorgen“, ergänzte der Innenminister. „Dazu gehört selbstverständlich auch ein optimaler Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Angriffen.“

Das Gespräch sei sehr konstruktiv gewesen. „Wir haben verschiedene Möglichkeiten erörtert, um den Schutz unserer Mitarbeiter zu verbessern. Dabei haben wir zum Beispiel auch über den Einsatz von Body-Cams in besonders betroffenen Einrichtungen diskutiert“, so Steuger. Laut Herrmann haben sich Body-Cams bei der Bayerischen Polizei außerordentlich bewährt. „Wir haben eine spürbar deeskalierende Wirkung festgestellt“, erläuterte der Minister. „Die deutlich erkennbare Videoüberwachung kann offenbar zu einer höheren Hemmschwelle führen, Polizeibeamte anzugreifen.“ Ernst Steuger, der seit mehr als 30 Jahren in der privaten Sicherheitswirtschaft tätig ist, sieht gerade darin ein großes Sicherheitsplus für Sicherheitsunternehmen. „Wir müssen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter allen Umständen schützen“, brachte es Steuger auf den Punkt. Der Verband werde daher seine Überlegungen zum Einsatz von Body-Cams weiter konkretisieren.