Ansprechpersonen für gleichgeschlechtliche Lebensweisen / LSBTIQ* bei der Landespolizei

17. September 2018 | Themenbereich: Polizei, Schleswig-Holstein | Drucken

Seit 1. September gibt es bei der Landespolizei Schleswig-Holsteins eine Zentrale Ansprechstelle LSBTIQ* (Lesben, Schwule, Bisexuelle sowie trans*, intergeschlechtliche* und queere Menschen). Damit startete ein von Innenminister Hans-Joachim Grote initiiertes einjähriges Pilotprojekt.

Die Stelle wird durch einen Mitarbeiter und einen Vertreter besetzt. Sie sind Ansprechpersonen für LSBTIQ*-Gewaltopfer sowie für Initiativen und Organisationen, die sich der Aufklärung und Prävention widmen. Kontaktaufnahmen und Gespräche werden vertraulich behandelt.

Auch innerhalb der Polizei nimmt die Zentrale Ansprechstelle landesweit und behördenübergreifend neue Verantwortung wahr. So werden zum Beispiel Fortbildungsveranstaltungen zum Thema Hasskriminalität durchgeführt und die Auszubildenden sowie Studierenden geschult. Außerdem steht die Ansprech- und Beratungsstelle allen Mitarbeitenden der Polizei zu allen Themenfeldern mit LSBTIQ*- Bezug, sowohl bei persönlichen als auch bei dienstlichen Fragen, zur Verfügung.

Für Innenminister Grote ist die neue Ansprechstelle eine wichtige Erweiterung des Angebots der Landespolizei: „“Mir ist es ein persönliches Anliegen, dass keine Polizistin und kein Polizist wegen ihrer oder seiner Herkunft, Geschlecht, Glaubens oder sexuellen Orientierung im täglichen Dienst benachteiligt wird. Außerdem muss sichergestellt sein, dass sich die Menschen in unserem Land ohne Scheu an ihre Bürgerpolizei wenden, wenn Sie Hilfe brauchen. Deshalb habe ich die Anregung zur Einrichtung einer Ansprechstelle gerne aufgenommen. Damit können wir den möglichen Bedarf für eine dauerhafte Einrichtung von Ansprechpersonen in der Zukunft bewerten.““

Folgende Schwerpunkte wird die Arbeit der neuen Ansprechstelle unter anderem umfassen:

Professionalisierung der polizeilichen Arbeit in Sachverhalten mit LSBTIQ*-Bezug,
Sensibilisierung und Erhöhung der Handlungskompetenz der Mitarbeitenden, Zentrale Ansprech- und Kontaktstelle nach außen für Belange mit LSBTIQ*- Bezug,
Ermöglichung eines professionellen Opferschutzes in Kooperation mit entsprechenden Vereinen, Verbänden und Organisationen,
Unterstützung bei der Kriminalprävention im LSBTIQ*-Kontext und
Ansprech- und Beratungsstelle für alle Mitarbeitenden der Polizei zu allen Themenfeldern mit LSBTIQ*-Bezug, sowohl in persönlichen Sachverhalten als auch im dienstlichen Kontext.

Weitere Informationen zu der am 1. September gestarteten Zentralen Ansprechstelle gibt es im Internet unter:

https://www.polizei.schleswig-holstein.de