Leipziger Hochschulen zeigen Flagge für Weltoffenheit und Toleranz

12. September 2018 | Themenbereich: Aktuell, Sachsen | Drucken

Nach den jüngsten Ereignissen in Sachsen haben die Hochschulen des Landes erneut bekräftigt, dass sie für Toleranz, friedlichen Diskurs und Weltoffenheit stehen. Jetzt setzen die Leipziger Hochschulen ein zusätzliches Zeichen in der Stadt: Neue Banner an mehreren Hochschulgebäuden tragen in Anlehnung an eine entsprechende bundesweite Aktion der Hochschulrektorenkonferenz die Aufschrift „Weltoffene Hochschulen – Weltoffenes Sachsen“. Den Anfang machen die Universität Leipzig und die HHL Leipzig Graduate School of Management am 13. September 2018 am Campus Jahnallee.

„Wir in Sachsen sind stolz auf unsere Studierenden aus aller Welt und den weltweiten Austausch der Wissenschaftsdisziplinen, die wir vertreten“, sagt Prof. Dr. Beate Schücking, Rektorin der Universität Leipzig. „Wir lieben das friedliche und vielfältige Sachsen, das wir mitgestalten und für das wir mit die Verantwortung tragen“, ergänzt HHL-Rektor Prof. Dr. Stephan Stubner. „Allein in unserer aktuellen MBA Klasse sind 95% internationale Studierende, von denen die meisten nach ihrem Abschluss als zukünftige Führungskräfte von Unternehmen in Deutschland engagiert werden.“ Insgesamt leben derzeit in Leipzig rund 38.000 ausländische Studenten aus über 60 Nationen.

Mit ihrer Banner-Aktion wollen die Leipziger Hochschulen ein deutlich sichtbares Zeichen setzen. Ihre Mitarbeiter in Verwaltung, Forschung und Lehre werden die in Leipzig seit jeher herrschende offene Atmosphäre und den freien Gedankenaustausch weiter pflegen und fördern.

„Es ist gut und wichtig, dass sich die Hochschulen so sichtbar positionieren. Sie sind mit die internationalsten Einrichtungen im Land, leben Weltoffenheit und Toleranz und sind darauf angewiesen“, betont Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange. Sie erklärt: „Es gibt erschreckende Anzeichen dafür, dass dieses Land am Scheideweg steht, ob es weiter auf demokratischer Basis mit einem aktiven Staat beruhen soll oder ob die rechtsradikalen, rechtsextremen, fremden- und demokratiefeindlichen Kräfte die Oberhand gewinnen. Angesichts der Tatsache, dass noch immer viele in Passivität verharren oder die täglichen Bedrohungen unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts kleinreden, begrüße ich es, dass sich immer mehr positionieren und damit zeigen, wie die Mehrheit in diesem Lande denkt.“