Ausbildungsstart für rund 700 Polizeischüler

4. September 2018 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Polizei | Drucken

Rund 700 Auszubildende treten heute ihren Dienst bei der Polizei Baden-Württemberg an, so viele wie seit vier Jahrzehnten nicht mehr. Damit setzt die Landesregierung ihre Einstellungsoffensive bei der Polizei fort. Die Einstellungsoffensive sei ein großer Kraftakt, sagte Innenminister Thomas Strobl bei der Vereidigung der Polizeischüler, aber die große Nachfrage zeige, dass der Polizeiberuf attraktiv sei.

„Wir sind angetreten, unsere Polizei zu stärken. Dafür fahren wir die größte Einstellungsoffensive in der Geschichte der Baden-Württembergischen Polizei. Es ist ein Kraftakt, den wir jetzt stemmen. Aber wir jammern nicht, sondern handeln: entschlossen, schnell, maximal. Dafür steht auch der heutige Tag: Heute treten rund 700 Auszubildende ihren Dienst bei der Polizei an – so viele wie seit vier Jahrzenten nicht mehr! Die zukünftigen Polizeimeisterinnen und Polizeimeister sind ein starkes Signal dafür, dass der Polizeiberuf attraktiv ist – und die Polizei Baden-Württemberg eine hervorragende Adresse“, sagte der Stellvertretende Ministerpräsident und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration, Thomas Strobl, am ersten Arbeitstag der Polizeischülerinnen und Polizeischüler in Lahr.

Rund 700 Polizeischüler beginnen landesweit ihre Ausbildung

Dieser Tag sei auch für ihn als obersten Dienstherrn der Polizei ein besonderes Ereignis, so Innenminister Thomas Strobl. Rund 700 angehende Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte haben am heutigen Montag zeitgleich an den verschiedenen Standorten der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg in Biberach, Bruchsal, Lahr, Böblingen und Wertheim ihre 30-monatige Ausbildung für den mittleren Polizeivollzugsdienst begonnen. Alleine am Standort Lahr ist heute rund jeder Vierte in seine Ausbildung gestartet.

Polizeischulen wurden ausgebaut und Kapazitäten erhöht

„Die Einstellungsoffensive ist ein echter Kraftakt. Aber wir machen nicht die Augen zu und ducken uns weg. Wir lösen damit ein Strukturproblem, das unsere Vorgänger einfach liegen lassen haben. Wir bereinigen die Fehler der Vergangenheit – und zwar mit maximaler Geschwindigkeit. Anders als unsere Vorgänger schließen wir deshalb auch keine Ausbildungsstandorte der Polizei, sondern machen sie wieder auf. Erst Anfang Juli haben wir den Standort Wertheim wieder in Betrieb genommen, nächstes Jahr folgt Herrenberg. Unser Kurs ist klar: Volle Leistungsfähigkeit in der Ausbildung“, unterstrich Innenminister Thomas Strobl beim Besuch in Lahr, in dessen Rahmen er auch das neue Unterkunftsgebäude besichtigte.

„Unsere Einstellungsoffensive ist auch eine logistische Herausforderung! Wir krempeln aber auch hier alle die Ärmel hoch und geben Gas“, so der Minister. So wurde der Hochschulstandort in Lahr, wie auch die anderen Standorte, für die deutlich höhere Zahl von Einstellungen angepasst und erweitert. Erstmals können die Auszubildenden in Lahr jetzt auch moderne Einzelzimmer beziehen. Am Hochschulstandort in Böblingen rückte das Institut für Fortbildung enger zusammen und schafft so bis zur Fertigstellung des neuen Polizeischulstandorts in Herrenberg Platz für drei Klassen. Auch am Schulstandort in Biberach erfolgten umfangreiche Bau- und Erweiterungsmaßnahmen, um die erhöhte Zahl an Neueinstellungen dort unterbringen und ausbilden zu können.

„Die personelle Abwärtsspirale, die wir zu Beginn unserer Regierungszeit vorgefunden haben, haben wir gestoppt. Wir haben die Kapazitäten der Aus- und Fortbildungseinrichtungen der Polizei ausgebaut und das ohne Abstriche bei der Qualität der Ausbildung zu machen. Wir investieren in die Sicherheit und das mit Erfolg“, sagte Innenminister Strobl zum Abschluss seines Besuches in Lahr.

Seit Ende 2017 gibt es in Lahr auch ein neues Einsatztrainingszentrum, das in den Ausbildungsbetrieb eingebunden ist. Das Zentrum bietet ein topmodernes Lernumfeld mit Räumen für beispielsweise das Abwehr- und Zugriffstraining oder einen Fitness-Cardioraum.