Innenministerium verleiht diesjährigen Katastrophenschutzpreis

27. August 2018 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz, Hessen | Drucken

Der Hessische Innenminister Peter Beuth hat auf dem Gelände der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) in Wiesbaden-Biebrich den Hessischen Katastrophenschutzpreis verliehen. Für ihr herausragendes Engagement wurde dabei die Fachgruppe „Wasser“ der Feuerwehr Frankfurt, bestehend aus Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Frankfurt-Rödelheim sowie des Ortsverbandes Frankfurt des Technischen Hilfswerks (THW), mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Auf den Plätzen zwei und drei landeten der Regionalverband Mittelhessen der Johanniter Unfallhilfe sowie der Zweite Sanitätszug des Rheingau-Taunus-Kreises, der vom Malteser Hilfsdienst Oestrich-Winkel gebildet wird. Zudem erhielt Sven Janssen, DLRG-Beauftragter für den Katastrophenschutz, im Rahmen der Veranstaltung die Silberne Katastrophenschutz-Verdienstmedaille für sein hervorragendes langjähriges ehrenamtliches Wirken im hessischen Katastrophenschutz. Im Rahmen der Preisverleihung übergab der Minister den Hilfsorganisationen Förderbescheide in einer Gesamthöhe von insgesamt 237.000 Euro zur Erfüllung ihrer wichtigen Aufgaben.

„Der Hessische Katastrophenschutz verfügt dank der vielfältigen Förderungs- und Unterstützungsleistungen des Landes nicht nur über die umfangreichste und modernste Ausstattung aller Zeiten, sondern dank des großartigen Engagements der ehrenamtlichen Einsatzkräfte auch über zahllose Innovationen und Ideen, die wir mit dem Katastrophenschutzpreis auszeichnen. Dazu gehören innovative Ausbildungsansätze für die eigenen Mitglieder genauso wie die organisationsübergreifende Zusammenarbeit oder die Erarbeitung verschiedenster Konzepte. Mit dem Katastrophenschutzpreis wird die Arbeit der Katastrophenschutzorganisationen in den Mittelpunkt gerückt. Er lenkt den Blick auf die Arbeit in den Einheiten und auf das Engagement jedes Einzelnen“, so Innenminister Peter Beuth.

23.000 Ehrenamtliche engagierren sich in mehr als 680 Einheiten

Derzeit sind rund 23.000 Ehrenamtliche in mehr als 680 Einheiten engagiert. Weitere 3.300 Mitglieder des Technischen Hilfswerks stehen bei entsprechenden Lagen zur Verfügung. „Die Hessische Landesregierung misst dem Brand- und Katastrophenschutz eine herausragende Bedeutung für den Schutz der Bürgerinnen und Bürger in unserem Bundesland bei. Dabei nimmt die Förderung und Stärkung des Ehrenamtes im Brandschutz und Katastrophenschutz eine wichtige Rolle ein. Wir haben den Katastrophenschutz in einer auch im Ländervergleich beispielhaften Kraftanstrengung im Rahmen der Ausstattungsoffensive mit modernsten Einsatzmitteln umfassend ausgestattet. Die Zahl der Landesfahrzeuge im Katastrophenschutz konnte von 278 auf über 600 mehr als verdoppelt werden. Hierfür werden wir seit dem Jahr 2008 bis zum Ende des laufenden Jahres rund 53 Millionen Euro investiert haben. Der Hessische Katastrophenschutz verfügt damit über die umfassendste und modernste Ausstattung seiner Geschichte“, so Peter Beuth.

Im Rahmen der Verleihung des Hessischen Katastrophenschutzpreises übergab der Minister den Hilfsorganisationen die Förderbescheide für das Jahr 2018 in Höhe von insgesamt rund 237.000 Euro. Die Vertreter der Landesverbände des Arbeiter-Samariter-Bundes, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V., des Deutschen Roten Kreuzes, der Johanniter-Unfall-Hilfe und des Malteser Hilfsdienstes e.V. nahmen die Bescheide entgegen. Mit den Förderungen unterstützt das Land die Anschaffung der persönlichen Schutzausrüstung für die Helferinnen und Helfer. Zusätzlich erhalten die Landesverbände der Hilfsorganisationen einen Zuschuss zu den Verwaltungskosten sowie für kleinere Baumaßnahmen. Bereits im April erhielten die hessischen Hilfsorganisationen im Katastrophenschutz eine Förderung von rund 423.000 Euro für die Ausbildung an organisationseigenen Ausbildungsstätten. „Die vielen tausend ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sind eine tragende Säule des Hessischen Katastrophenschutzes. Unsere Hilfeleistungsstruktur wäre ohne Ihr ehrenamtliches Engagement nicht denkbar. Hierfür gebührt Ihnen unser aller Dank und unsere Anerkennung“, so Innenminister Peter Beuth.

Die Preisträger des Katastrophenschutzpreises 2018

Der Katastrophenschutzpreis würdigt herausragendes Engagement in den Einheiten und Einrichtungen des hessischen Katastrophenschutzes. Für den 1. Platz werden 5.000 Euro, für den 2. Platz 3.000 Euro und für den 3. Platz 2.000 Euro vergeben.
1. Platz: Fachgruppe „Wasser“ der Feuerwehr Frankfurt – Freiwillige Feuerwehr Frankfurt-Rödelheim und THW-Ortsverband Frankfurt

Die Fachgruppe Wasser ging aus dem ehemaligen Gewässerschutzzug Frankfurt hervor und hat mit ihrer Umstrukturierung und Neukonzeption ihr Aufgabenspektrum signifikant erweitert. Das neue primäre Aufgabenfeld liegt nun im mobilen Hochwasserschutz. Dazu gehört auch die Wasserförderung und -rückhaltung sowie die Ölschadenbekämpfung auf und am Wasser bei größeren Schadensfällen.
2. Platz: Johanniter Unfallhilfe e.V. Regionalverband Mittelhessen

Der Regionalverband Mittelhessen der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. betreibt seit 1989 eine Rettungshundestaffel, die von der Polizei Hessen seit über 25 Jahren für Personensuchen angefordert wird und in dieser Zeit zahlreiche auch überregionale Einsätze bewältigt. Durch die hier erworbene Expertise stellt die Staffel außerdem seit einigen Jahren den „Fachberater Rettungshunde“ im Landkreis Gießen, der von Polizei und Feuerwehr zur Unterstützung angefordert werden kann.
3. Platz: 2. Sanitätszug Rheingau-Taunus-Kreis – Malteser Hilfsdienst Oestrich-Winkel

Die Mitglieder des Malteser Hilfsdienstes Oestrich-Winkel haben für die Helferinnen und Helfer im 2. Sanitätszug im Rheingau-Taunus-Kreis ein „KatS-Handbuch“ erstellt. Darin sind alle wichtigen Informationen, angefangen von den Kontaktdaten der Funktionsträger bis hin zu Sichtungsalgorithmen, Betriebsanweisung der Gefahrstoffe und Funktipps sowie die Erreichbarkeit aller hessischen Leitstellen und Adressen der umliegenden Notfallkrankenhäuser enthalten, sodass sie im Einsatzfall schnell und gebündelt verfügbar sind.