Saar-Polizei startet Probephase für „Taser“ im Streifendienst

24. August 2018 | Themenbereich: Ausrüstung, Polizei, Saarland | Drucken

Innenminister Klaus Bouillon hat entschieden, dass der Einsatz von Distanzelektroimpulsgeräten DEIG – umgangssprachlich als „Taser“ bezeichnet – jetzt in einer Probephase im Wach- und Streifendienst (WSD) in der saarländischen Polizei getestet wird.

Innenminister Bouillon: „Mir ist es wichtig, dass wir unsere Polizistinnen und Polizisten schützen, die sich jeden Tag zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger in diesem Land einsetzen und unsere Sicherheit gewährleisten. Der ‚Taser‘ kann, das haben bisherige Ergebnisse gezeigt, dazu beitragen und deshalb werden wir dies als eine weitere sinnvolle Ausstattung intensiv erproben und auswerten.“

Im Rahmen sicherheitspolitischer Diskussionen wurde in den letzten Jahren erörtert, inwieweit der Einsatz von Distanzelektroimpulsgeräten DEIG – umgangssprachlich als „Taser“ bezeichnet – bei der Polizei als neues Einsatzmittel für den Streifendienst eine sinnvolle Ergänzung zur Lagebewältigung darstellen könnte. Im Saarland wird seit 2010 das DEIG beim Spezialeinsatzkommando (SEK) eingesetzt.

Derzeit finden bundesweit Erprobungen zum Einsatz des DEIG statt. Unter anderem wurde in Rheinland-Pfalz von März 2017 – März 2018 der Einsatz des DEIG für Beamtinnen und Beamte des Streifendienstes im Rahmen eines Pilotbetriebes bei der Polizeiinspektion Trier durchgeführt und evaluiert.

Die ersten Erfahrungen mit dem Einsatzmittel DEIG im Streifendienst sind äußerst positiv. Insbesondere wurde eine hohe präventive Wirkung bei den DEIG erkannt und damit ein hoher praktischer Nutzen für den alltäglichen Streifendienst in entsprechenden Einsatzlagen mit einem aggressiven Gegenüber.

„Nach der erfolgreichen Einführung der Body-Cam im Wach- und Streifendienst ist es nur konsequent jetzt als nächsten Schritt den ‚Taser‘ bei der saarländischen Polizei für den Wach- und Streifendienst zu erproben“, erläutert der Minister. „Für unsere Beamtinnen und Beamten steht somit ein weiteres effizientes Einsatzmittel zur Verfügung, das sich positiv auf die Einsatzbewältigung sowie die Eigensicherung der Beamtinnen und Beamten auswirken kann.“

Die Einführung soll analog der Einführung der Body-Cam im Rahmen eines Projektes erfolgen. Mit dem „Betriebsstart“ ist Anfang 2019 zu rechnen.