Herrmann begrüßt Harald Pickert als neuen Inspekteur der Bayerischen Polizei

3. August 2018 | Themenbereich: Bayern, Polizei | Drucken

Harald Pickert (54) wird als neuer Inspekteur der Bayerischen Polizei die Leitung eines der größten Sachgebiete im bayerischen Innenministerium mit rund 80 Mitarbeitern übernehmen. Sein Amtsvorgänger Thomas Hampel hatte das Sachgebiet ‚Einsatz der Polizei‘ zuvor sechs Jahre lang hoch kompetent geführt. Nach insgesamt 18 Jahren in der Polizeiabteilung im Bayerischen Innenministerium ist Hampel seit 1. August Präsident des neuen Landesamts für Asyl und Rückführungen. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann dankte Hampel beim feierlichen Amtswechsel im Odeon für seine hervorragende Arbeit und führte Nachfolger Pickert, bislang Vizepräsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, in das Amt des Inspekteurs der Bayerischen Polizei ein. „Sie haben den Polizeiberuf von der Pike auf gelernt und mit Ihrem Werdegang bewiesen, welch einmalige Aufstiegschancen der Polizeivollzugsdienst in Bayern bietet“, freute sich der Minister.

Pickert begann seine berufliche Karriere 1981 mit der Ausbildung für den mittleren Polizeivollzugsdienst, stieg 1991 in den gehobenen und 1999 in den höheren Polizeivollzugsdienst auf, den er mit beeindruckendem Ergebnis abschloss. Nach verschiedenen Leitungsfunktionen beim Polizeipräsidium München wurde er 2017 Vizepräsident beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Der Minister erwähnte vor allem Pickerts umfangreiche Erfahrungen bei der Kriminal- und Schutzpolizei, sowie dessen fachkundige Leitung einer Expertengruppe, die sich mit der Bekämpfung von Sexualdelikten beschäftigte. Der Innenminister: „Sie stehen für Kreativität und Mut, neue Wege zu beschreiten. Von Ihren Mitarbeitern werden Ihre Fachkompetenz und Ihre außerordentlich menschliche Art geschätzt.“

Pickert übernimmt nach Herrmanns Worten ein hervorragend bestelltes Feld. Im Sachgebiet C5 ‚Einsatz der Polizei‘ wird neben strategisch-konzeptioneller Arbeit auch operative Arbeit geleistet. Das Lagezentrum Bayern ist an 365 Tagen rund um die Uhr besetzt. Der Minister führte einige Schlaglichter von Hampels Amtszeit auf. So unter anderem die Zentralisierung interner Ermittlungen beim Landeskriminalamt im Jahr 2013 sowie die grundlegenden Anpassungen beim einsatztaktischen Vorgehen bei lebensbedrohlichen Einsatzlagen. Vor dem Hintergrund der Gefahren des internationalen Terrorismus wurden laut Herrmann die Aus- und Fortbildung optimiert, die Schutzausstattung und Bewaffnung erweitert sowie die Spezialeinheiten personell gestärkt. Insgesamt stieg seit Hampels Amtsbeginn die Sollstärke der Bayerischen Polizei um knapp 2.500 Stellen an, das ist ein Plus von 7,7 Prozent. Die bereinigte Kriminalitätsbelastung in Bayern sank um 6,3 Prozent, gleichzeitig konnte er die bereinigte Aufklärungsquote um 2,2 Prozentpunkte auf hervorragende 64,4 Prozent steigern. „Mit Ihrer außerordentlich breit gefächerten Fachkompetenz haben Sie das Sachgebiet maßgeblich geprägt und darüber hinaus die Bayerische Polizei entscheidend weiterentwickelt“, lobte Herrmann.

Der Inspekteur der Bayerischen Polizei ist Stellvertreter des Landespolizeipräsidenten in allen Einsatzfragen. Neben großen Polizeieinsätzen koordiniert der Inspekteur der Bayerischen Polizei bayernweit die Verbrechensbekämpfung und die Arbeit der Verkehrspolizei. Außerdem untersteht ihm das Lagezentrum der Bayerischen Polizei.