GdP MV: Kaputtsparen lohnt sich?

31. Juli 2018 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Mecklenburg-Vorp. | Drucken

„Wer nicht investiert, verliert!“, mit diesen Worten kommentierte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Christian Schumacher die Meldung, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern allein im 1. Halbjahr 2018 einen Überschuss von 243,9 Millionen Euro erwirtschaftet hat. Insgesamt erzielten alle Bundesländer zusammen im selben Zeitraum ein Plus von 15,6 Milliarden Euro. Ein überraschender Geldsegen? Wohl kaum. Seit Jahren wird der Rotstift beim öffentlichen Dienst und bei der Polizei gespitzt. Jahrzehntelanges Stellenstreichen, fehlende Berufsperspektiven, Privatisierung und Outsourcen auf Teufel-komm-raus, Polizeistationen die nur stundenweise besetzt werden, Gegenden wo man den Weihnachtsmann und Osterhasen öfter sieht als ein Polizeiauto – all das führt zu traumhaften Überschüssen und einer kaputtgesparten und demotivierten Polizei.
Welche Ideen und Taschenspielertricks folgen nun?
Nun wäre es an der Zeit, endlich auch mal wirklich Geld für die innere Sicherheit in die Hand zu nehmen!

„Wird es die schwarze Null, die schwäbische Hausfrau, die solide Finanzpolitik oder doch etwas ganz anderes? Ich bin schon gespannt, mit welchen Ideen und Taschenspielertricks man um die Ecke kommen wird, um diesen wahnsinnigen Haushaltsüberschuss wieder klein zu rechnen und Investitionen im Polizeibereich einzusparen“, so Schumacher abschließend.