Justizministerin informiert sich über „Waffenlose Selbstverteidigung“ und weitere Lehrinhalte der Justizvollzugsschule Neumünster

27. Juli 2018 | Themenbereich: Schleswig-Holstein, Strafvollzug | Drucken

Justizministerin Sabine Sütterlin-Waack hat im Rahmen ihrer Sommerreise heute (26. Juli) die Justizvollzugsschule in Neumünster besucht. Hauptaufgabe der Justizvollzugsschule ist die fachtheoretische Ausbildung in den Berufen des Allgemeinen Vollzugsdienstes und des Werkdienstes. Diese Ausbildung findet in zwei insgesamt achtmonatigen Lehrgängen innerhalb einer zweijährigen Ausbildungszeit statt. Neben dem Personal der Justizvollzugsschule unterrichten hier vor allem Lehrkräfte aus den verschiedenen Justizvollzugsanstalten, die sich nebenamtlich engagieren, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Gerichten, der Bewährungshilfe und freien Trägern der sozialen Hilfe. So wird eine hohe Praxisrelevanz der vermittelten Unterrichtsinhalte erreicht. „“Die Ausbildung in unserer Justizvollzugsschule ist auch wegen dieses Praxisbezugs hoch angesehen. Wer sich für einen Beruf im schleswig-holsteinischen Justizvollzug interessiert, bekommt hier ein gute Ausbildung““, erklärte Sütterlin-Waack.

In der Justizvollzugsschule findet darüber hinaus auch die Fortbildung der Bediensteten statt. Über 200 Veranstaltungen jährlich umfassen Themen wie Vollzugsgestaltung, Um-gang mit ausländischen Gefangenen, interkulturelle Kompetenz, Deeskalation und Krisenprävention, Soziales Training, soziale Hilfen, Anti-Gewalt-Training, Übergangsmanagement, Zusammenarbeit mit anderen Trägern der Straffälligenhilfe, Führungskompetenz und Gesunderhaltung.

Seit drei Jahren wird in Neumünster auch die Pflichtschulung „Deeskalation und waffenlose Selbstverteidigung“ durchgeführt. Die letzte reguläre Veranstaltung des ersten Schulungsmoduls fand Ende Juni 2018 statt. Dabei wurden in 124 Veranstaltungen insgesamt 993 Bedienstete (rd. 98 Prozent aller Bediensteten im Justizvollzug Schleswig-Holstein) geschult. Die Schulungen des zweiten Teils dauern an. Die waffenlose Selbstverteidigung wird schon im Einführungslehrgang für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterrichtet. Bei einer praktischen Demonstration wurden der Ministerin einzelne Inhalte der Schulung gezeigt. „Ich bin sehr beeindruckt von dem, was ich hier gesehen habe. Mit diesen Techniken sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch besser geschützt und vorbereitet auf gefährliche Situationen, die es im Vollzug jederzeit geben kann“, betonte Sütterlin-Waack.