Niedersachsen unterstützt mit Feuerwehrkräften die Waldbrandbekämpfung in Schweden

23. Juli 2018 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz, Niedersachsen | Drucken

52 freiwillige Feuerwehrleute aus dem Landkreis Nienburg sind am (heutigen) späten Abend unter der Leitung eines feuerwehrtechnischen Beamten des Landes Niedersachsen nach Schweden aufgebrochen, um dort bei der Waldbrandbekämpfung zu unterstützen. Das Königreich Schweden hatte am Freitag in einem sogenannten Hilfeleistungsersuchen die Bundesrepublik Deutschland um Hilfe gebeten, um die verheerenden Waldbrände in den Griff zu bekommen. Entsprechende Einheiten aus Niedersachsen und Bayern wurden dem Bund angeboten, die jetzt im Rahmen des EU-Gemeinschaftsverfahrens im Katastrophenschutz zum Einsatz kommen sollen. „Der Gedanke der europäischen Solidarität ist für uns von besonderer Bedeutung. Und natürlich bieten wir Hilfe an und unterstützen, wo wir nur können“, so Niedersachsens Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius. Die Zusammenstellung der Einheiten orientiert sich an Standards der EU und erlaubt den autarken Einsatz der Kräfte vor Ort.

Aus Niedersachsen haben sich 52 freiwillige Feuerwehrleute aus dem Landkreis Nienburg mit insgesamt neun Fahrzeugen auf den Weg in Richtung Schweden gemacht. Insbesondere Löschfahrzeuge, die größere Mengen Wasser an die Einsatzstellen bringen können, sind vor Ort gefragt. Die Einheit aus dem Landkreis Nienburg ist für eine Woche für den Einsatz in Schweden angefordert worden und konnte schnell und unproblematisch zusammengestellt werden. Derartige Einheiten können auch innerhalb Niedersachsens eingesetzt werden. Sie sind Teileinheiten sogenannter Kreisfeuerwehrbereitschaften.

Neben der Einheit aus dem Landkreis Nienburg wurden aus Niedersachsen für den Einsatz in Schweden auch noch Einheiten aus der Landeshauptstadt und der Region Hannover für die Hilfeleistung angeboten, welche jetzt zunächst als Reserve zur Verfügung stehen. „Der Brandschutz in Niedersachsen ist durch die Entsendung unserer Einheiten aber nicht gefährdet“, sagt Niedersachsens Landesbranddirektor Jörg Schallhorn. „Mit mehr als 124.000 ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männern und den hauptamtlichen Kräften der Berufs- und Werkfeuerwehren in Niedersachsen wird der Brandschutz auch weiterhin sichergestellt.“

Die Pressestelle des Innenministeriums stellt in den kommenden Tagen gerne den Kontakt zu den Kräften vor Ort her und vermittelt Telefoninterviews und andere Kontakte für die Berichterstattung. Bitte richten Sie dazu Ihre Anfrage schriftlich an pressestelle@mi.niedersachsen.de, damit die Kontaktwünsche schnell nach Schweden übermitteln können.