„Waffenamnestie hat erneut gewirkt“

17. Juli 2018 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Schleswig-Holstein | Drucken

Die zum 01. Juli 2018 beendete Waffenamnestie zur straffreien Abgabe unerlaubt besessener Waffen und Munition hat nach Ansicht von Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote erneut Wirkung gezeigt. Dies erklärte er nach der Auswertung der Rückmeldungen der Waffenbehörden.

„“Jede abgegebene Waffe ist ein Erfolg. Insbesondere im zweiten Halbjahr stiegen die Abgabezahlen noch einmal an. Insgesamt wurden 1854 Lang- und Kurzwaffen abgegeben, davon waren 258 in illegalem Besitz““, sagte Grote. Zur „“Halbjahresbilanz““ Ende Dezember waren erst 679 Lang- und Kurzwaffen abgegeben worden.

Grote betonte in diesem Zusammenhang allerdings, dass eine Waffenamnestie das Problem nur in einem Teilbereich lösen könne. „“Es wird weiterhin ein großes Dunkelfeld geben. Denn die kriminelle Szene wird ihre Waffen auch im Rahmen einer Amnestie nicht freiwillig abgeben. Da hilft nur die Aufrechterhaltung des hohen Fahndungsdruckes durch die Polizei““, so Grote.

Er wertete die deutliche Abnahme gerade im Bereich der Abgabe der in illegalem Besitz befindlichen Waffen jedoch als positives Signal. „“Wer ohne eigenes Verschulden beispielsweise aus Erbschaften illegale Waffen in seinem Besitz hatte, der hat sie mittlerweile abgegeben. Genau dafür gibt es ja diese Amnestien. Die Nachweispflicht über die ordnungsgemäße Aufbewahrung und drohende Kontrollen durch die Ordnungsbehörden tun ihr übriges und wirken““, so der Innenminister.

Bei der letzten vergleichbaren Waffenamnestie im Jahr 2009 waren insgesamt noch 6460 legale und illegale Waffen abgegeben worden.