So wenige Straßenverkehrsunfälle wie noch nie

16. Juli 2018 | Themenbereich: Verkehr | Drucken

Am 12. Juli 2018 stellte das Statistische Bundesamt die endgültigen Zahlen für das Jahr 2017 offiziell vor. Wieder ging die Zahl der Verkehrsopfer zurück. Es waren mit 3.180 Opfer 0,8 Prozent weniger Verkehrstote als im Jahr 2016. Die Zahl sank damit auf einen historischen Tiefstand seit Beginn der Statistik vor mehr als 60 Jahren.
Die aktuelle Auswertung der 2017er Straßenverkehrs-Unfallzahlen im Einzelnen (Differenz zu 2016 als Prozentwert in Klammer):

Polizeilich aufgenommene Verkehrsunfälle: 2 643.098 (+2,2)
darunter Unfälle nur mit Sachschaden: 2 340.442 (+2,8)
darunter Unfälle mit Personenschaden: 302.656 (-1,8)
Bei Verkehrsunfällen Verunglückte, gesamt: 393.492 (-1,6)
darunter Leichtverletzte: 323.799 (-1,7)
darunter Schwerverletzte: 66.513 (-1,4)
darunter Getötete: 3.180 (-0,8)

Die Hauptunfallursachen bei Verkehrsunfällen mit Personenschäden (hier nur: Fehlverhalten der Fahrzeugführer)

Fehlverhalten von Fahrzeugführer, gesamt: 360.763 (-2,3)
Alkohol: 12.873 (0,0)
Nicht angepasste Geschwindigkeit: 45.058 (-4,2)
Abstand: 50.267 (-1,9)
Vorfahrt/Vorrang: 52.332 (-2,2)
Abbiegen/Wenden/Rückwärtsfahren/Ein-/Ausfahren: 56.642 (-2,4)

Der Trend steigender Verkehrsunfälle hält weiterhin an. Auch die Zahl der Blechschäden zeigt nach oben. Erfreulich dagegen ist der deutliche Rückgang nahezu aller sonstiger Werte.

Eine Prognose für das Jahr 2018 ist derzeit nicht möglich. In den ersten 4 Monaten des laufenden Jahres waren die Zahlen der Verkehrstoten bis März leicht rückläufig. Im April war jedoch eine Steigerung von 23 Personen auf +9,8 % gegenüber April 2017 zu verzeichnen. Die Zahlen der Verletzten waren nur im März rückläufig, ansonsten zeigten sie z.T. deutliche Zuwachsraten. Bedenklich ist auch der Stillstand bei den alkoholbedingten Ursachen. Der stetig fallende Trend der Vorjahre stagnierte 2017 erstmals seit Langem.