Herrmann begrüßt bundesweites Verbot der rockerähnlichen Gruppierung Osmanen Germania BC

10. Juli 2018 | Themenbereich: Bayern, Innere Sicherheit | Drucken

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat das bundesweite Verbot des Bundesinnenministeriums gegen die rockerähnliche Gruppierung ‚Osmanen Germania BC‘ (OGBC) ausdrücklich begrüßt. „Das ist ein empfindlicher Schlag gegen eine schwerkriminelle Rockergruppierung“, so der Minister. „Wir gehen konsequent und mit aller Entschlossenheit gegen gewaltbereite und gefährliche Rocker vor.“ Laut Herrmann haben sich die Mitglieder des OGBC gezielt zusammengeschlossen, um schwere Straftaten zu begehen und ihren Einflussbereich gegenüber konkurrierenden Rockergruppierungen gewalttätig auszudehnen, beispielsweise in der Türsteherszene. Dazu gehören neben Drogen- und Waffendelikten unter anderem auch schwere Körperverletzungsdelikte. Mit dem Verbot dürfen nach Herrmanns Worten auch keine Symbole des OGBC mehr in der Öffentlichkeit gezeigt werden, beispielsweise auf Kutten: „Damit verbannen wir wichtige Identifikationsmerkmale der Rocker und deren martialische Symbole der Einschüchterung aus der Öffentlichkeit.“

Zur Durchsetzung des Vereinsverbots fanden Durchsuchungen in vier Bundesländern statt (Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz). Bundesweit sind 16 Chapter des OGBC bekannt, davon eines in Bayern. Wie Herrmann bekannt gab, wurde im Landkreis Günzburg die Wohnung des ‚Präsidenten‘ des für Bayern ‚zuständigen‘ Chapters ‚Osmanen Germania BC Nomads‘ durchsucht. Es wurden verschiedene Beweismittel sichergestellt. Zu Festnahmen kam es in Bayern nicht. Das OGBC-Chapter in Bayern hatte rund 15 Mitglieder.