Joachim Herrmann bei der 15. SicherheitsExpo

28. Juni 2018 | Themenbereich: Bayern, Innere Sicherheit | Drucken

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat heute als Schirmherr die 15. SicherheitsExpo in München besucht und auf die bundesweit herausragende Sicherheitslage in Bayern hingewiesen. „Wir haben 2017 in Bayern die Kriminalitätsbelastung auf das niedrigste Niveau seit 30 Jahren gesenkt. In keinem Bundesland in die Gefahr, Opfer einer Straftat zu werden, geringer als bei uns. Gleichzeitig ist in Bayern mit einer Aufklärungsquote von fast zwei Dritteln das Risiko für einen Täter gefasst zu werden, deutlich höher als in jedem anderen Bundesland“, fasste Herrmann die beeindruckenden Eckdaten der Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2017 zusammen. Wie Herrmann betonte, sei es für ihn absolute Kernaufgabe des Staates, seinen Bürgerinnen und Bürgern ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten. Daher investiere der Freistaat kräftig in die personelle Ausstattung seiner Polizei. „2018 erreichen wir mit über 42.000 Stellen eine erneute Höchstmarke im Stellenbestand der Bayerischen Polizei. Von 2017 bis 2023 planen wir mit insgesamt 3.500 zusätzlichen Polizeistellen“, kündigte Herrmann an.

Auch die moderne Ausrüstung seiner Polizeibeamtinnen und -beamten lasse sich Bayern etwas kosten. Alleine von 2015 bis 2018 sei der Sach- und Bauhaushalt der Bayerischen Polizei um über ein Drittel auf mehr als 454 Millionen Euro erhöht worden. Durch den Nachtragshaushalt 2018 erreiche er inzwischen sogar ein Volumen von rund 490 Millionen Euro. Herrmann: „Diese immensen Steigerungen im Bereich der Finanzausstattung der Bayerischen Polizei unterstreichen deutlich, welchen hohen Stellenwert die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger für uns hat.“ Die Ausstattung der Bayerischen Polizei etwa mit einer neuen und funktionalen Polizeiuniform befinde sich derzeit auf der Zielgeraden. Bis Ende dieses Jahres sollen die Einsatzeinheiten überdies mit neuen Schlagschutzhelmen ausgerüstet werden. Für September 2018 stehe zudem die erste Auslieferung neuer, hochmoderner Dienstpistolen für die Beamtinnen und Beamten in Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei an. „Wir investieren konsequent auch in hochmoderne Technik, wie etwa sogenannte Drohnen, die beispielsweise bei der Ortung von Handysignalen oder bei Vermisstensuchen sehr erfolgreich eingesetzt werden“, erklärte der Innenminister.

Als ein „Schwerpunktthema, das uns nach wie vor stark beschäftigt und fordert“, bezeichnete der Minister die Wohnungseinbruchskriminalität. Für das Jahr 2017 sei in Bayern allerdings eine deutliche Entspannung zu verzeichnen gewesen. „Die Zahl der Wohnungseinbrüche ging um mehr als 19 Prozent zurück. Das ist der niedrigste Wert seit fünf Jahren. Die Risiko Opfer eines Wohnungseinbruchs zu werden, ist in keinem Bundesland niedriger als in Bayern“, erklärte Herrmann. Neben massiven Anstrengungen der Bayerischen Polizei bei der Kriminalitätsbekämpfung helfe hier laut Herrmann auch die fachkundige Auskunft der 33 kriminalpolizeiliche Beratungsstellen in Bayern. „Allein im vergangenen Jahr konnte die Polizei 9.500 Einzelberatungen zum Thema Einbruchschutz anbieten. Mit Erfolg! Schon kleine Maßnahmen wie zum Beispiel der Einbau von Querriegelschlössern, einbruchhemmende Beschlägen oder Gittern kann die Sicherheit deutlich erhöhen“, so der Innenminister.