Sächsischer Juristennachwuchs überdurchschnittlich gut

21. Juni 2018 | Themenbereich: Justiz, Sachsen | Drucken

Justizstaatssekretärin Andrea Franke hat gestern Abend in Leipzig im Rahmen einer Feierstunde Leipziger Absolventen der Zweiten Juristischen Staatsprüfung ihre Zeugnisse überreicht. Morgen findet die Zeugnisübergabe für die Dresdener Absolventen um 15:30 Uhr im Festsaal des Oberlandesgerichts Dresden statt. Insgesamt 144 Referendare haben mit diesem Prüfungsdurchgang ihre Staatsprüfung in Sachsen erfolgreich absolviert und können nun einen der vielen juristischen Berufe ergreifen.

Erstmals seit der Wiedereinführung der Zweiten Juristischen Staatsprüfung in Sachsen im Jahr 1991 lag die Bestehensquote bei 94,7 Prozent. Der Bundesdurchschnitt lag im Jahr 2016 bei lediglich 85,8 Prozent.

Justizstaatssekretärin Andrea Franke: „Ich freue mich über das hervorragende Ergebnis der Zweiten Juristischen Staatsprüfung und beglückwünsche die Kandidaten zu ihrem Abschluss. Alle Absolventen haben eine Leistung erbracht, auf die sie stolz sein können. Noch nie seit der Wiedervereinigung war die Bestehensquote in Sachsen so hoch. Das bestätigt die hervorragende Qualität des sächsischen Vorbereitungsdienstes, die ohne das große Engagement unserer Ausbilder nicht möglich wäre.“

Im aktuellen Prüfungstermin in Sachsen ist es fünf Prüfungsteilnehmern gelungen, das sehr seltene Prädikat „gut“ zu erreichen. Das sind 3,28 Prozent aller Prüfungsteilnehmer dieses Durchgangs. Zum Vergleich: Nach der aktuellen Bundesstatistik 2016 erreichen nur 1,9 Prozent aller Prüfungsteilnehmer diese Spitzennote.

Der zweijährige juristische Vorbereitungsdienst schließt sich an das Hochschulstudium an und wird mit der Zweiten Juristischen Staatsprüfung abgeschlossen. Mit dem Bestehen der Prüfung erhalten die Prüfungsteilnehmer die sogenannte Befähigung zum Richteramt und können damit einen juristischen Beruf – zum Beispiel Richter, Staatsanwalt, Rechtsanwalt, Notar – ergreifen oder auch im Bereich der Wissenschaft oder in der freien Wirtschaft als Unternehmensjurist arbeiten. Im öffentlichen Dienst des Freistaats Sachsen sind Volljuristen mit einem guten Abschluss mittlerweile sehr gefragt. Die beruflichen Zukunftsaussichten für angehende Juristen sind in allen juristischen Berufsfeldern in Sachsen mehr als gut.