System „Flughafen“ auf den Prüfstand stellen

11. Juni 2018 | Themenbereich: Bundespolizei | Drucken

„Wir müssen beim System „Flughafen“ genau prüfen, ob dort unser Sicherheitsbedürfnis angesichts der Bedrohungslage auch unseren Vorstellungen entspricht, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, in einem Studiogespräch mit dem ZDF-Mittagsmagazin am Montag in Berlin.
Momentan gebe es unterschiedliche Zuständigkeiten an den Airports. Die grenzpolizeiliche Überprüfung der Grenzübertrittspapiere, so der GdP-Vize, erledige die Bundespolizei, die Boarding-Karten würden durch die Verkehrsunternehmen kontrolliert. Nach dem Luftsicherheitsgesetz liege die Verantwortung bei den Luftverkehrsbetrieben, die „natürlich wissen müssen, wer an Bord ihrer Flugzeuge ist“. Der Bundespolizei hätten zur Zeit der Ausreise des Tatverdächtigen keine Fahndungsnotierungen vorgelegen.

Vor dem Hintergrund der Ausreise des Verdächtigen müsse genau hingeschaut werden, wie solche Vorfälle vermieden werden könnten. Eine zu diskutierende Möglichkeit wäre, die komplette Lage der Luftsicherheit wieder in die Hand der Bundespolizei zu legen.