Migration und Polizei (MIGRATE) – Neues Forschungsprojekt an der Deutschen Hochschule der Polizei

15. Mai 2018 | Themenbereich: Aktuell, Nordrhein Westfalen | Drucken

Wie geht Polizei mit Migration um? Diese Frage will das Projekt MIGRATE beantworten. Am 08.05.2019 hat an der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) in Münster die „Kick-off-Veranstaltung“ für das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 1,2 Mio. Euro gefördertes Forschungsprojekt stattgefunden.

Die deutschen Polizeien des Bundes und der Länder sind in vielerlei Hinsicht intensiv mit Zuwanderung konfrontiert. Migranten können als Teil der Bevölkerung Opfer von Straftaten werden und ebenso als Täter in Erscheinung treten. Als sichtbarster Vertreter des Staates stellt die Polizei aber auch eine wichtige Anlaufstelle für Migranten bei der Bewältigung von Herausforderungen in ihrem neuen Lebensumfeld dar. Gerade vor dem Hintergrund der nicht immer unproblematischen Beziehungen zwischen Zuwanderern und Polizeibeamten erscheint eine intensive Erforschung dieses Themenfelds dringend geboten.

Das Forschungsprojekt MIGRATE wird von Prof. Dr. Antonio Vera, dem Leiter des Fachgebiets „Organisation und Personalmanagement“ an der DHPol, koordiniert und in Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg-Essen und der Akademie der Polizei Hamburg durchgeführt. Mitwirken werden aber auch die Länderpolizeien von Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Berlin und Hamburg, die sich bereit erklärt haben, die Wissenschaftler bei ihrer Forschungsarbeit zu unterstützen, indem sie ihnen den Feldzugang ermöglichen, der für eine fundierte empirische Erforschung dieser Thematik unerlässlich ist. MIGRATE zielt darauf ab, Erkenntnisse zu gewinnen, wie sich die deutsche Polizei in Reaktion auf Einwanderung verändert hat und zukünftig verändern wird. Es soll untersucht werden, ob und wie eine interkulturelle Öffnung der Polizei stattfindet, auf welche Art und Weise die Partizipation von Migranten erfolgt und welche organisationalen sowie integrativen Effekte dies hat.

Auf diese Weise sollen nicht nur die migrationsbezogenen Polizeiarbeit und die Beziehungen zwischen Polizei und Migranten, sondern auch die Chancengleichheit und gesellschaftlichen Teilhabe von Migranten verbessert werden.

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