15 neue freiwillige Polizeihelfer in Mittelhessen unterwegs

8. Mai 2018 | Themenbereich: Hessen, Polizei | Drucken

Gleich 15 neue Freiwillige Polizeihelfer hat der Hessische Innenstaatssekretär Werner Koch im Polizeipräsidium Mittelhessen in den Dienst gestellt. Die insgesamt fünf Frauen und zehn Männer im Alter zwischen 20 und 58 Jahren werden künftig im Bereich der Polizeidirektion Gießen (vier Helfer in Laubach, drei in Pohlheim, zwei in Hungen und jeweils einer in Linden bzw. Heuchelheim) sowie der Polizeidirektion Wetterau (drei Helfer in Bad Nauheim, einer in Karben) zum Einsatz kommen.

Werner Koch lobte die Bereitschaft der frisch gebackenen Polizeihelfer, sich für andere einzusetzen: „Sie übernehmen freiwillig Verantwortung für die Sicherheit ihrer Mitmenschen und sind damit beste Beispiele für eine engagierte und aktive Bürgergesellschaft. Der Freiwillige Polizeidienst ist ein wertvoller Baustein der Sicherheitsarchitektur des Landes Hessen. Sicherheit ist nicht nur Aufgabe der Polizei, sondern eine Aufgabe für uns alle“, so der Staatssekretär.

Freiwilliger Polizeidienst für das Sicherheitsgefühl in den Kommunen

Anlässlich der heutigen Ankündigung des Hessischen Innenministers Peter Beuth, das kommunale Sicherheitsprogramm KOMPASS künftig landesweit anzubieten, ermutigte Werner Koch die anwesenden Verantwortungsträger der Städte und Gemeinden, sich zu bewerben. „Mit KOMPASS schlagen wir ein neues Kapitel in der Sicherheitsstrategie des Landes auf. Wir wollen die Zusammenarbeit vor Ort intensivieren und gemeinsam mit den Städten und Gemeinden noch passgenauere Lösungen für Probleme vor Ort finden. Der Freiwillige Polizeidienst ist dabei ein wichtiger Baustein aus dem Angebotsportfolio des Landes“, sagte der Staatssekretär.

Der Freiwillige Polizeidienst erfülle eine wichtige Funktion. So stärke das aktive Engagement der Bürgerinnen und Bürgern das Sicherheitsgefühl in den Kommunen. Zudem werde die Polizei entlastet, die sich mehr und brennpunktorientierter auf die Verhütung und Verfolgung von Straftaten konzentrieren könne.

„Freiwillige Polizisten können einerseits Eindrücke von Bürgernöten und andererseits Einblicke in die Arbeit der Schutzleute gewinnen und so zum Verständnis zwischen Bürger und Polizei beitragen. Durch Beraten, Melden und Vermitteln ist in vielen Fällen Abhilfe möglich. Als Nachbarn in Uniform sind die Freiwilligen Bindeglied zur Polizei und damit Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort“, erklärte Staatsekretär Werner Koch.

Hintergrund:

Bereits im Jahr 2000 wurde der Freiwillige Polizeidienst in Hessen eingeführt. Derzeit beteiligen sich rund 400 aktive Polizeihelfer in 97 Kommunen an diesem Erfolgsmodell. Die Ehrenamtler sind engagierte Bürgerinnen und Bürger – keine klassischen Polizeibeamtinnen und -beamten. Ihnen stehen eine Reihe von Befugnissen zu, die von Identitätsfeststellungen bis hin zum Erteilen von Platzverweisen reichen.

Das Land Hessen kommt für die Ausrüstung und Ausstattung der freiwilligen Polizeihelferinnen und Polizeihelfer auf. Die Kosten für die Aufwandsentschädigung, die die Helferinnen und Helfer erhalten, tragen die jeweiligen Städte und Gemeinden. Ob eine Kommune den Freiwilligen Polizeidienst einführt oder bereits geschaffene Stellen auch nachbesetzt, entscheidet die jeweilige Kommune. Das Land Hessen steht dabei mit Rat und Tat – wie zum Beispiel einer Förderung aus dem Programm Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) – an ihrer Seite.