Neue Raumschießanlage in Falkensee in Betrieb

4. Mai 2018 | Themenbereich: Aktuell, Brandenburg | Drucken

Die Lage bei den Raumschießanlagen der Brandenburger Polizei entspannt sich. Die neu gebaute Anlage in Falkensee ist seit dem 10. April 2018 in Betrieb. Das hilft, die Schießtrainings besser zu verteilen. Mit der Eröffnung der neuen Raumschießanlage in Falkensee ist die alte Anlage in Hennigsdorf wie geplant geschlossen worden. Zudem wird auch neuen Schießtrainern ab sofort ein Biomonitoring angeboten.

Nach Bekanntwerden von Problemen durch Rückströmungen in den Raumschießanlagen in Eberswalde und Frankfurt (Oder) Anfang dieses Jahres setzte Innenminister Karl-Heinz Schröter sofort eine Arbeitsgruppe ein (Task Force Raumschießanlagen). Alle Schießanlagen wurden inzwischen untersucht und die Lüftungen überprüft. Die Task Force koordiniert und entscheidet alle notwendigen Schritte.

Die Anlage in Frankfurt (Oder) bleibt weiter geschlossen. Hier laufen noch die Arbeiten an der Lüftungsanlage und die Untersuchungen über die Ursachen der festgestellten Rückströmungen der Raumluft. Wann die Arbeiten hier beendet sein werden, steht noch nicht fest.

In Cottbus steht die Schießanlage nach einer Prüfung des TÜV Rheinland in vollem Umfang wieder zur Verfügung. Hier war zeitweise auf das Liegend-Schießen verzichtet worden, weil die Entlüftung direkt über dem Boden nicht optimal war. Es wird hier aber weiter beobachtet, um die Anlage zu optimieren. Auch in Eberswalde ist der Schießbetrieb wieder uneingeschränkt möglich. Die Schießanlage war kurzzeitig vom 9. bis 13. Februar geschlossen worden. Die von der Deutschen Kreditbank (DKB) angemietete Anlage in Liebenberg wird derzeit für das 100-Meter-Schießen genutzt.

Alle aktiven und ehemaligen Schießtrainer hatten bereits das Angebot bekommen, sich untersuchen zu lassen und zunächst ein Biomonitoring vorzunehmen. Hierbei werden in regelmäßigen Abständen Blut und Urin auf Schadstoffe untersucht. Davon haben bisher 42 Trainer Gebrauch gemacht. In drei Fällen sind leicht erhöhte Werte bei Zink und in einem Fall sind leicht erhöhte Werte von Kupfer festgestellt worden. Derzeit wird versucht, die Ursachen hierfür zu ergründen.

Auch neuen Schießtrainern wird ab sofort ein Biomonitoring angeboten. Das hat den Vorteil, von Anfang an mögliche Veränderungen verfolgen zu können. Die Task Force betont, dass eine gesundheitsrelevante Belastung von Schützen in den Schießanlagen nach Kenntnis aller vorliegenden Informationen nicht besteht. Polizisten sind verpflichtet, einmal pro Quartal an Elementen des Einsatztrainings teilzunehmen. Die dabei in der Schießanlage verbrachte Zeit kann nach menschlichem Ermessen nicht zu einer Gesundheitsgefahr führen.

Hintergrund:
In Brandenburg gibt es 9 Raumschießanlagen (RSA) der Polizei. Seit mehr als 10 Jahren wird dort beim Schießtraining eine zertifiziert schadstoffreduzierte Munition verwendet. Dennoch wurde im Jahr 2016 vor dem Hintergrund der Ereignisse in den Berliner Schießanlagen ein externes Prüflabor beauftragt, den Pulverdampf auf Schadstoffe zu untersuchen. Um solche Stoffe von Schützen und Trainern fern zu halten, wird in den Anlagen ein stetiger Luftstrom erzeugt, der vom Schützen weg führt. Funktioniert das einwandfrei, werden Schützen und Trainer keinen Schadstoffen ausgesetzt, weil diese nach dem Schuss direkt mit der Luftströmung mitgenommen werden.

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