Landtag debattierte über die Forderung der GdP – Messerangriffe in der PKS erfassen

30. April 2018 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Mecklenburg-Vorp. | Drucken

„Gefühlt erscheinen täglich Meldungen über Messerangriffe und immer mehr Menschen haben Angst davor. Als Polizei benötigen wir aber aussagekräftige Lagebilder, um gezielt handeln zu können. Bauchgefühle helfen da nur wenig“, so der Landesvorsitzende der Gewerkschaft (GdP) Polizei Christian Schumacher mit Blick auf die Sitzung des Landtages in der letzten Woche.
GdP für eine eine bundesweite Erfassung
Anders als bei Schusswaffen wird die Verwendung eines Messers oder anderer Stichwaffen bei einer Straftat derzeit in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) nicht erfasst. Deshalb kann derzeit auch nicht überprüft werden, ob und in welchem Umfang tatsächlich vermehrt Angriffe mit Messern erfolgen. Daher fordert die GdP eine bundesweite Erfassung solcher Taten in der PKS.

„Wir freuen uns, dass der Landtag Mecklenburg-Vorpommern sich dieses Themas angenommen und darüber debattiert hat. Sein Beschluss „in den Gremien der Ständigen Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder die bundeseinheitliche Aufnahme des Kriteriums „Angriffe mit Messern und anderen Stichwaffen“ in die Polizeiliche Kriminalstatistik einzubringen und zu diskutieren“ begrüßen wir. Wir brauchen die Aufnahme dieses Kriteriums insbesondere um zielgerichtet Präventionsmaßnahmen zu entwickeln, aber auch um die Aus- und Fortbildung der Polizei entsprechend anzupassen“, so Schumacher abschließend.