Internationaler Einsatz im Bereich der Internationalen KFZ-Verschiebung

30. April 2018 | Themenbereich: Aktuell, Sachsen | Drucken

In einem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Dresden wegen schweren Bandendiebstahl gem. § 244 a StGB wurde seit Januar 2017 im Bereich des Freistaates Sachsen und der Republik Polen durch den regionalen Ermittlungsabschnitt der Soko-Kfz bei der Polizeidirektion Dresden und der CBSP Wroclaw umfangreich ermittelt.

Aus den Ermittlungen resultierten letztlich mehrere Europäische Haftbefehle, von denen im benannten Einsatz bis dato einer in Deutschland und vier in Polen realisiert werden konnten. Weitere bestehende Haftbefehle konnten noch nicht umgesetzt werden, da die Täter unbekannten Aufenthalts sind.

Bei den im Verfahren beschuldigten Personen handelt es sich um eine organisierte polnische Bande, welche sich zusammenschlossen hat, um in Deutschland in den Bundesländern Sachsen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg gemeinschaftlich Diebstähle von hochwertigen Keyless-Go-Fahrzeugen der Marken Porsche, Daimler Benz, BMW, Audi und Ford zu begehen.

Insgesamt wurden neun Objekte durchsucht, davon drei Objekte in Deutschland (Bayern und Sachsen) und sechs Objekte in Polen. Dabei kam es u.a. zur Sicherstellung einer Schreckschusspistole, von mehr als dreißig Handys, mehreren Tablets, Navigationsgeräten, Laptops, Speichermedien, einer Kamera, Kennzeichentafeln (polnisch und ukrainisch), einer Vielzahl von Fahrzeugdokumenten, Fahrzeugschlüsseln und Schlüsselrohlingen sowie Airbags. Die aufgefundenen Gegenstände und Beweismittel stehen zum Teil in Deutschland zur Fahndung.

Im Rahmen der Vermögensabschöpfung wurden fast zweitausend Euro Bargeld, kleinere Beträge an US-Dollar, Schweizer Franken, kroatischen Kuna, tschechischen Kronen und polnische Zloty sowie diverser Schmuck
gesichert. Der erlassene dingliche Arrest bei den Haupttätern belief sich auf insgesamt 1,7 Millionen Euro.
Die Vorführung der Festgenommenen bei den zuständigen Ermittlungsrichtern in Polen und Deutschland führte zu einer Bestätigung von fünf Haftbefehlen sowie der Auslieferung der vier in Polen Verhafteten nach Deutschland.

Der Einsatzverlauf und die Ergebnisse werden sowohl von den polnischen Kollegen der CBSP Wroclaw und der Staatsanwaltschaft Niederschlesien als auch von den deutschen Sachbearbeitern der Soko-Kfz als überaus positiv bewertet und bestätigen die bisherigen Ermittlungen.

Insgesamt waren von deutscher Seite mehr als 50 Beamte aus Sachsen und Bayern am Einsatz beteiligt.

Petric Kleine, Präsident des LKA Sachsen:
„Die Ergebnisse des Einsatzes bestätigen erneut die Wichtigkeit einer vertrauensvollen, grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Sie ist Garant für eine nachhaltige Bekämpfung international agierender Banden. Mein Dank gilt den Beamten der Soko-Kfz und unseren polnischen Partnern.“

FAQ`s:

Soko-Kfz: Sonderkommission der sächsischen Polizei zur Bekämpfung der internationalen Kfz-Verschiebung mit zentraler Führung und Koordination im LKA Sachsen und regionalen Ermittlungsabschnitten in allen Polizeidirektionen

CBSP: Centralne Biuro ?ledcze Policji – Zentrale Ermittlungseinheit der polnischen Polizei mit regionalen Außenstellen

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