1. Mai: GdP Berlin sieht Polizei gut vorbereitet

27. April 2018 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Mehr als 5.000 Kolleginnen und Kollegen werden dafür sorgen, dass die Sicherheit der Hauptstadt beim diesjährigen 1. Mai trotz mehrerer Großveranstaltungen und zahlreichen extremistischen Gewaltankündigungen gewährleistet wird. Die Gewerkschaft der Polizei hofft auf einen demokratischen Dienstag, warnt Krawallmacher davor, Grundrechte zu missbrauchen und wünscht den eingesetzten Dienstkräften, dass sie unverletzt nach Hause kommen.

Große Erfahrung, kluge Einsatzkräftesteuerung und Strategie

„Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Berliner Polizei den richtigen Weg gegangen ist und es durch das Zusammenspiel von großem Personalaufkommen der Polizei und friedlichen Bürgerinnen und Bürgern gelungen ist, den 1. Mai seiner eigentlichen Bedeutung wieder näher zu bringen. Von einem friedlichen 1. Mai werde ich aber erst sprechen, wenn kein Berliner Polizist beim Einsatz für die Demokratie verletzt wird“, stellte der GdP-Landesvorsitzende Norbert Cioma am Freitagvormittag klar.

In den letzten Jahren konnte der Tag der Arbeit weitgehend befriedet werden. „Das ist das Resultat hervorragender Polizeiarbeit, einer klugen Einsatzstrategie und sinnvollen Kräftesteuerung. Berlins Polizei verfügt über große Erfahrung bei Großlagen, wird auch in diesem Jahr professionell vorgehen und die richtige Mischung aus Deeskalation und hartem, aber notwendigem Durchgreifen finden. Ich wünsche der Polizeipräsidentin und vor allem meinen Kolleginnen und Kollegen, dass die Maßnahmen auch in diesem Jahr funktionieren“, so Cioma weiter.

Zahlreiche Veranstaltungen, alle Einsatzeinheiten im Dienst

Auch in diesem Jahr werden zahlreiche Großveranstaltungen die eingesetzten Kräfte vor Aufgaben stellen. Bereits in der Walpurgisnacht startet am U-Bahnhof Seestraße ein Aufzug der linken Szene. Am 1. Mai werden beim Myfest bis zu 100.000 Teilnehmer erwartet, beim traditionellen 18-Uhr-Aufzug am Oranienplatz 15.000. Dazu kommen unter anderem eine Veranstaltung im Görlitzer Park sowie das AfD-Sommerfest in Pankow, bei dem mit einer Protestversammlung gerechnet werden muss.

Aufgrund des Einsatzaufkommens sind neben allen 16 Einsatzhundertschaften auch alle Alarmhundertschaften im Dienst sowie insgesamt 13 Einheiten aus anderen Ländern und dem Bund angefordert.

Cioma: „Wir sind gut aufgestellt und ich möchte vorab neben unseren eigenen Kräften auch allen Kolleginnen und Kollegen danken, die sich auf den Weg gemacht haben, um Berlins Sicherheit zu wahren.“

Der Landesvorsitzende erklärte, dass ihm bewusst sei, welche Belastung auf die Einsatzkräfte, aber auch ihre Familien zukomme. „Von meinen Kolleginnen und Kollegen wird ständige Bereitschaft und Professionalität auf Knopfdruck erwartet. Das muss man auch endlich mal anerkennen. Wir reden in Berlin ja nicht nur vom 1. Mai. Die ständigen Alarmierungen und Dienstzeitverlagerungen sind keinem Menschen mehr zumutbar. Darauf muss die Politik langsam aber sicher reagieren und Lösungen schaffen. Wir brauchen eine BePo-Zulage von 100 Euro für alle, die Bereitschaftsdienst leisten und einmal im Monat ein fest verankertes Blockwochenende für alle Berliner Polizistinnen und Polizisten“, so Cioma abschließend.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.