Zwischen Ministerbüro und Ausnüchterungszelle

26. April 2018 | Themenbereich: Brandenburg, Innere Sicherheit | Drucken

Wie funktioniert ein Ministerium? Was macht eine öffentliche Verwaltung? Wie läuft eine Schicht bei der Polizei ab? Mädchen und Jungen auf der Suche nach ihrem „Traumberuf“ sind für die öffentliche Verwaltung als junge Nachwuchskräfte interessant. Rund 650 junge Leute informieren sich morgen beim Zukunftstag Brandenburg 2018 bei Innenministerium, Polizei und deren nachgeordneten Behörden über die Arbeit in diesem Ressort.

Innenminister Karl-Heinz Schröter sagte dazu in Potsdam: „Der öffentliche Dienst ist ein attraktiver Arbeitgeber und er braucht junge Leute. Die Aufgaben im Innenressort sind vielfältiger, spannender und abwechslungsreicher, als es auf den ersten Blick scheint. Und der öffentliche Dienst ist ein verlässlicher Arbeitgeber. Ich freue mich über das große Interesse, besonders für den Dienst in unserer Polizei.“

Im Innenministerium erhalten die Gäste zum Beispiel einen Einblick in die Arbeit eines Ministerbüros, können der neuen Facebook-Redaktion über die Schulter schauen und sich über die Studiengänge für Verwaltung an der Technischen Hochschule Wildau informieren. Beim Landesamt „Landesvermessung und Geobasisinformation“ (LGB) wird speziell über das Berufsbild der Geoinformationstechnologie informiert. Beim Zentralen IT-Dienstleister gibt es Einblicke in den Beruf des Fachinformatikers.

Stark nachgefragt sind die Angebote rund um den Polizeiberuf. Die Fachhochschule der Polizei, die Polizeidirektionen Nord und Ost, das Landeskriminalamt, der Zentraldienst der Polizei und viele Polizeiinspektionen im ganzen Land sind ebenfalls Gastgeber des Zukunftstages. Die jungen Gäste lernen den Alltag der Polizisten im Wach- und Wechseldienst kennen und bekommen Einblicke in die Polizeitechnik, Funkstreifenwagen und vieles mehr.

Hintergrund
Der Zukunftstag geht auf den „Girls Day“ aus den USA zurück. Die Idee wurde 2001 in Deutschland übernommen. An diesem Tag sollten Mädchen die Gelegenheit erhalten, sog. typische „Männerberufe“ kennenzulernen. Seit 2003 gibt es auch einen Boys’ Day, an dem Jungen die Gelegenheit haben, einen typischen „Frauenberuf“ kennen zu lernen. Das Land Brandenburg geht mit seinem Zukunftstag einen Schritt weiter. Hier dient der Tag der Berufs- und Studienorientierung von Mädchen und Jungen. Jugendliche können mit Blick auf ihre Stärken und Interessen ihr Berufswahlspektrum erweitern und dabei auch Berufe in den Blick nehmen, die eher „geschlechtsuntypisch“ sind.