Neuer Berliner Landesvorsitzender Cioma will eine solidarische GdP und hat klare Pläne

20. April 2018 | Themenbereich: Berlin, Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Mit einem deutlichen Votum von fast 70 Prozent haben sich die Wahlberechtigten des 52. Landesdelegiertentages gestern für Norbert Cioma als Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei entschieden. Dieser legte bei der Eröffnungsrede am Donnerstagmorgen vor zahlreichen Ehrengästen – stellvertretend genannt Innensenator Andreas Geisel, Polizeipräsidentin Barbara Slowik und der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow – gleich mal ein paar zentrale Forderungen vor.
Besoldung, Personalmanagement, Laufbahnplan, Zulagen, Ermächtigungsgrundlagen
Der Dienst von Menschen für Menschen muss wieder etwas wert sein. Die Innere Sicherheit ist das Fundament unserer Demokratie, diesen Grundsatz müssen wir wieder hochhalten“, erklärte Cioma am Donnerstagmorgen. Es müsse für die Politik selbstverständlich sein, dass es beim Blick auf die Innere Sicherheit keine finanziellen Bedenken geben darf, Polizei, Feuerwehr und der gesamte öffentliche Dienst personell und technisch bestmöglich ausgestattet werden muss. Dazu gehöre es auch, im Beamten- und Tarifbereich auf Bundesniveau zu bezahlen, um bei der Suche nach geeignetem Nachwuchs überhaupt eine Chance gegenüber anderen Behörden und der freien Wirtschaft zu haben. Cioma versprach, zeitnah mit seinem neuen Team in Klausur zu gehen, um detaillierte Forderungen der GdP zu entwickeln. „Schon jetzt ist aber klar, über welche Eckpfeiler wir reden. Wir brauchen eine bessere Besoldung, ein nachhaltiges Personalmanagement mit klarem Laufbahnplan für jeden, die zweigeteilte Laufbahn bei der Schutzpolizei, Feuerwehr und in der Verwaltung, eine Erhöhung der Zulagen bei Feuerwehr und Polizei sowie eine die Schaffung einer Zulage beim LABO und für den Staatsschutz, die allesamt ruhegehaltsfähig sind und Ermächtigungsgrundlagen für Body-Cams und den Finalen Rettungsschuss“, so Cioma. Darüber hinaus sprach er von einem fest verankerten Blockwochenende für alle Kolleginnen und Kollegen.

Eine solidarische GdP – Alle Kräfte bündeln

Um als Gewerkschaft weiterhin das Bestmögliche für die Kolleginnen und Kollegen herauszuholen, möchte der neue Landesvorsitzende die Kräfte vereinen und gemeinsam gestalten. Klare Worte richtete er an den unterlegenen Kandidaten Steve Feldmann: „In den letzten Jahren haben wir nicht alles falsch gemacht, aber selbstverständlich müssen wir auch an die Strukturen unserer gewerkschaftlichen Arbeit herangehen. Die Delegierten haben gestern zwischen zwei Philosophien über die zukünftige Ausrichtung entschieden, aber es geht nicht um Personen. Steve hat mit klugen Ideen und großem Engagement in seiner Direktion 4 gezeigt, wie wir mit der Gewerkschaftsarbeit wieder näher an die Basis und ihre Bedürfnisse herankommen. Das muss ein zentrales Credo unseres Herangehens sein. Wir können als GdP nur erfolgreich sein, wenn wir alle vorhandenen Kräfte bündeln, um für unsere Kolleginnen und Kollegen in ganz Berlin und auf jeder Dienststelle das Bestmögliche herausholen. Das bedeutet natürlich auch, dass wir mit anderen Interessenvertretungen in den Berufsgruppen zusammenarbeiten, wenn wir in Themenbereichen vergleichbare Inhalte verkörpern.“