Internationale Jugendbegegnung der Stadtjugendfeuerwehr Wiesbaden

4. April 2018 | Themenbereich: Aktuell, Hessen | Drucken

Hessens Innenminister Peter Beuth hat bei der Internationalen Jugendbegegnung der Stadtjugendfeuerwehr Wiesbaden die jungen russischen Feuerwehrleute aus Kirow begrüßt und das Engagement für Dialog und Wissensaustausch der Wiesbadener Jugendfeuerwehr gelobt. „Die in Wiesbaden seit Jahren praktizierten internationalen Jugendbegegnungen der Stadtjugendfeuerwehr Wiesbaden sind beispielgebend für einen länderübergreifenden Austausch zwischen jungen Feuerwehrbegeisterten. Durch die Begegnungen lernen die Feuerwehren voneinander und miteinander. Aus dem Wissens- und Erfahrungsaustausch erwachsen Freundschaften, die nachhaltig zur Völkerverständigung beitragen“, sagte Innenminister Peter Beuth.

Die Freundschaft zwischen der Wiesbadener Stadtjugendfeuerwehr und der Feuerwehr im russischen Kirow existiert seit 2015. Im Jahr 2017 reisten die jungen Wiesbadener bereits zum zweiten Mal ins rund 3000 Kilometer entfernte Kirow und besuchten dort ihre russischen Kammeraden. „Die Wiesbadener Stadtjugendfeuerwehr ist so auch zu Botschaftern des über 200 Jahre alten Feuerwehrwesens Deutschlands geworden. Bei uns hat ehrenamtlicher Brandschutz Tradition: Dahinter steckt die Überzeugung, dass jeder Bürger aus freiwilligen Stücken einen Beitrag zum Gemeinwohl leisten soll. Mit unserem herausragenden ehrenamtlichen Engagement in den Feuerwehren können wir uns daher auch international sehen lassen“, so der Innenminister.

Feuerwehr ist Ehrensache

Anders als in Russland ist der Brandschutz in Deutschland zu einem großen Teil ehrenamtlich organisiert. In Deutschland gibt es rund 1,3 Millionen Feuerwehrangehörige. Darunter sind 996.688 Ehrenamtliche. In Hessen machen sich rund 70.900 Ehrenamtliche in 2.430 Orts-und Stadtteilfeuerwehren für einen effektiven Brandschutz stark. Zusätzlich gibt es sechs Berufsfeuerwehren mit 1.800 Feuerwehrbeamten in den größten hessischen Städten (Frankfurt am Main, Wiesbaden, Darmstadt, Kassel, Offenbach und Gießen). Aber auch in den Großstädten mit hauptamtlichen Feuerwehrbeamten unterstützen viele Ehrenamtliche den Brandschutz.

Hessen fördert Feuerwehr-Nachwuchs

Um die Begeisterung für die Feuerwehr auch bei Jugendlichen zu wecken und ihr Wissen über den Brandschutz zu erweitern, fördert das Land Hessen Kooperationsvereinbarungen zwischen Feuerwehren und Schulen. Mit der Förderrichtlinie zum Projekt „Mehr Feuerwehr in die Schule“, die in Kürze in Kraft tritt, unterstützt das Land die hessischen Feuerwehren und die im Katastrophenschutz des Landes Hessen mitwirkenden Hilfsorganisationen einschließlich THW bei ihrem Engagement in den Schulen. Gefördert werden freiwillige Schulangebote je nach Dauer und Angebotsumfang innerhalb eines Schuljahres mit bis zu 5.000 Euro für Sachkosten wie etwa Schutzkleidung, Schulungs- oder Verbrauchsmaterial.

Hintergrund Brandschutzförderung:

Für die Landesregierung genießt die Förderung des Brandschutzes hohe Priorität. Deshalb wurde die Garantiesumme für den Brandschutz in diesem Jahr auf 35 Millionen Euro erhöht. Für 2019 sind Rekord-Investitionen in der Höhe von 40 Millionen Euro veranschlagt. Bisher lag die Garantiesumme des Landes bereits bei 30 Millionen Euro. Das Land Hessen hat in den vergangenen zehn Jahren im Bereich des Brandschutzes mehr als 1.300 Maßnahmen mit rund 105 Millionen Euro gefördert. Damit wurden die Beschaffung von mehr als 1.000 Fahrzeugen und der Aus- und Neubau von fast 300 Feuerwehrhäusern unterstützt.

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