Herrmann veröffentlicht Ergebnis der vierten gemeinsamen Fahndungs- und Kontrollaktion

20. März 2018 | Themenbereich: Bayern, Innere Sicherheit | Drucken

Bei der vierten gemeinsamen länderübergreifenden Fahndungs- und Kontrollaktion von Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz kann die Polizei laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ein stolzes Ergebnis verkünden: Vom 14. bis zum 17. März 2018 kontrollierten länderübergreifend insgesamt 3.050 Polizistinnen und Polizisten 15.988 Personen und 8.896 Fahrzeuge. 660 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten wurden dabei aufgedeckt und zur Anzeige gebracht. 71 Personen wurden vorläufig festgenommen, gegen 13 Personen wurde ein Haftbefehl erlassen. Koordiniert wurden die Schwerpunktkontrollen von den jeweiligen Landeskriminalämtern. Sie fanden überwiegend auf überregionalen Verkehrswegen wie Autobahnen statt. Besonders im Blick der Fahnder waren organisierte Einbrecherbanden. „Unsere gemeinsamen Kontrollaktionen sind ein voller Erfolg“, zog Herrmann als Fazit. „Wir haben den Fahndungsdruck deutlich erhöht und zahlreiche Kriminelle aus dem Verkehr gezogen.“ Der bayerische Innenminister plant deshalb weitere vergleichbare länderübergreifende Kontrollaktionen noch in diesem Jahr.

Wie Herrmann erklärte, kann sich insbesondere auch das bayerische Kontrollergebnis sehen lassen. Die Polizeipräsidien Unterfranken, Mittelfranken, Schwaben Nord und Schwaben Süd/West führten in enger Abstimmung mit den Polizeipräsidien Aalen, Heilbronn, Ulm und Konstanz sowie dem Polizeipräsidium Südhessen gemeinsame Schwerpunktfahndungs- und Kontrollaktionen durch. Die übrigen Polizeipräsidien waren in ihrem Zuständigkeitsbereich im Schwerpunkteinsatz. Insgesamt haben 1.415 bayerische Polizeibeamte an dem Einsatz teilgenommen und in Bayern 4.995 Fahrzeuge sowie 9.110 Personen kontrolliert. 28 Personen wurden vorläufig festgenommen. Gegen sechs Personen wurde Haftbefehl erlassen. Im Rahmen der Kontrollen haben bayerische Polizisten 133 Straftaten und 144 Ordnungswidrigkeiten angezeigt, darunter beispielsweise 27 Vergehen nach dem Betäubungsmittelgesetz, zehn Verstöße gegen das Waffengesetz sowie 35 Fälle von Alkohol am Steuer oder Fahren unter Drogeneinfluss. Außerdem haben die Polizeipräsidien spezielle Aktionen zur Einbruchsprävention durchgeführt und Bürgerinnen und Bürger wichtige Verhaltenstipps gegeben. Weiterführende Präventionshinweise sind beispielsweise unter www.innenministerium.bayern.de/sus/polizei/praeventionundsicherheitstipps/index.php oder www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/diebstahl-und-einbruch/einbruchsdiebstahl abrufbar.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Mittelfranken wurde beispielsweise ein Pkw mit zwei georgischen Touristen kontrolliert. Im Kofferraum konnten die Fahnder nebst Reisegepäck eine Einkaufstasche mit zahlreichem neuwertigem Werkzeug finden. Nach jetzigem Ermittlungsstand besteht der dringende Tatverdacht, dass die Waren aus gewerbsmäßigen Diebstahlsfällen stammen. Die beiden Beschuldigten wurden deshalb in Untersuchungshaft genommen. Ein weiterer Fahndungserfolg gelang unter anderem im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Bei der Durchsuchung eines Pkw wurde unter Sperrmüll ein rotes Mountainbike gefunden. Die Überprüfung der Seriennummer ergab eine aktuelle Fahndungsnotierung aufgrund eines besonders schweren Falls des Diebstahls. Der Beschuldigte gab an, das Mountainbike von einem rumänischen Staatsangehörigen gekauft zu haben. Der Beschuldigte wurde vorläufig festgenommen, das Mountainbike sichergestellt.

Basis der Schwerpunktkontrollen war die Kooperationsvereinbarung zur Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität, die der bayerische Innenminister im Juni 2016 mit seinen Ministerkollegen aus Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz unterzeichnet hatte. Kern der Vereinbarung ist ein 8-Punkte-Programm, das insbesondere einen schnelleren und besseren Informationsaustausch, eine stärkere gemeinsame Täterfahndung sowie eine noch intensivere Zusammenarbeit bei konkreten Ermittlungsverfahren und in der Prävention vorsieht.