Nach Polizeieinsatz in Erstaufnahme- Einrichtung in Donauwörth: Sicherheitsdienste bayernweit verstärken!

15. März 2018 | Themenbereich: Bayern, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) begrüßt die Ankündigung von Innenminister Joachim Hermann, nach den Ausschreitungen in der Erstaufnahme-Einrichtung in Donauwörth den dortigen privaten Sicherheitsdienst zu verstärken. Darüber hinaus fordert Landesvorsitzender Rainer Nachtigall eine Verstärkung der Sicherheitsdienste in den Asyl- und Abschiebeeinrichtungen in ganz Bayern, um dort zur Vermeidung von Polizeieinsätzen Konfliktsituationen mit Asylbewerbern möglichst frühzeitig „entschärfen“ zu können. Außerdem hält es Nachtigall für nicht hinnehmbar, wenn das Asylrecht für Aggressionen gegen die Polizei missbraucht wird. In Donauwörth war es dem umsichtigen Vorgehen der Einsatzkräfte zu verdanken, dass es keine Verletzten gegeben hat.

Der DPolG-Vorsitzende betont, dass Bayerns Polizei durch viele Einsätze in Asyleinrichtungen stark belastet ist. „Der Grund für gewalttätige Ausschreitungen sind häufig Konflikte unter den Asylbewerbern. In Donauwörth kommt hinzu, dass die Belegung der Einrichtung nicht wie ursprünglich geplant mit Familien erfolgt ist, sondern mit jungen Männern. Vermehrt solidarisieren sich die Insassen gegen behördliche Maßnahmen und zetteln, wie in Donauwörth, regelrechte Revolten an. Der verstärkte Einsatz privater Sicherheitsdienste könnte hier zu einer gewissen Befriedung und damit zu einer Entlastung der Polizei beitragen“, glaubt Nachtigall.