„Sture Haltung der Arbeitgeber ist eine Provokation.“

13. März 2018 | Themenbereich: Beamten-Tarifrecht | Drucken

Der Kampf der DGB-Gewerkschaften um bessere Löhne und Gehälter für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes (öD) in Bund und Kommunen ging am Montag in die zweite Runde. Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, sagte vor Beginn der zweitägigen Verhandlungen: „Diese Tarifrunde wird kein Spaziergang. Bereits beim ersten Treffen zeigten die Arbeitgeber unter Führung von Hans-Georg Engelke, Staatssekretär im Bundesinnenministerium, und Thomas Böhle von der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) keinerlei Verständnis für unsere Forderungen und gingen auf Konfrontationskurs. Sie selbst legten aber kein Angebot vor.“

Die Gewerkschaften hatten ihre Forderungen von sechs Prozent mehr Entgelt oder mindestens 200 Euro mehr bei einer Laufzeit von zwölf Monaten auf einer Pressekonferenz bereits am 8. Februar bekanntgegeben. Malchow betonte: „Die Arbeitgeber hatten ausreichend Zeit, sich damit auseinanderzusetzen und in Verhandlungen einzutreten. Ihre bisher gezeigte sture Haltung werden wir mit deutlichen Aktionen quittieren.“

Die Tarifparteien trafen am Morgen am Verhandlungsort in Potsdam ein. Begrüßt wurde die Arbeitgeberseite erneut von aufgebrachten Beschäftigten des öffentlichen Dienstes. Kerstin Philipp, zuständiges Vorstandsmitglied für Tarifpolitik in der GdP, sagte: „Die Stimmung unter den Kolleginnen und Kollegen verschlechtert sich zusehends. Vor allem haben sie die Äußerungen der Arbeitgeber auf die Palme gebracht, wonach die Gewerkschaftsforderungen unbezahlbar seien. Das ist angesichts hoher Steuereinnahmen und einer sehr guten Wirtschaftslage eine nicht hinnehmbare Provokation.“