Amtswechsel bei der Justizvollzugsanstalt Niederschönenfeld

2. März 2018 | Themenbereich: Bayern, Strafvollzug | Drucken

Der Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz, Prof. Dr. Frank Arloth, vollzieht heute in Niederschönenfeld feierlich den Amtswechsel an der Spitze der Justizvollzugsanstalt Niederschönenfeld. Bei dem Festakt verabschiedet er den bisherigen Anstaltsleiter Peter Landauer und führt zugleich Mariona Hauck in ihr neues Amt ein.

Prof. Dr. Arloth würdigt in seiner Laudatio den scheidenden Anstaltsleiter Landauer: „Kaum ein Bediensteter im bayerischen Strafvollzug kann so zahlreiche berufliche Wechsel und eine derart breite und tiefe Erfahrung wie Sie vorweisen. Hier in Niederschönenfeld haben Sie bewiesen, dass Sie auch das weit gefächerte Anforderungsprofil eines Anstaltsleiters hervorragend ausfüllen. Ihr breites fachliches Wissen haben Sie zum Gewinn des gesamten bayerischen Strafvollzugs unter anderem als Leiter der bedeutsamen Arbeitsgruppe „Übergangsmanagement“ erfolgreich eingebracht und sich hierdurch auch über Bayern hinaus einen sehr guten Namen erworben.“

An die Nachfolgerin Hauck gerichtet hebt Arloth hervor: „Mit Ihrer Einsatzfreude, Ihrer Geradlinigkeit und Ihrem Problembewusstsein haben Sie in all Ihren beruflichen Stationen bei Mitarbeitern, im Kollegenkreis und auch bei Ihren Vorgesetzten innerhalb kürzester Zeit höchste Anerkennung und Wertschätzung erlangt. Ich bin deshalb überzeugt: Sie werden gemeinsam mit Ihrem hoch qualifizierten Personal Ihre neue Aufgabe als Leiterin einer Anstalt mit Erfolg anpacken.“

Seine Laudatio verbindet Arloth mit einem Dank an alle Mitarbeiter im Justizvollzug, die bei ihrer ohnehin schon sehr anspruchsvollen Tätigkeit in diesen Zeiten vor großen Herausforderungen stehen: „Inzwischen sind 45 % aller Gefangenen in Bayern keine deutschen Staatsbürger. Um die Behandlungsangebote des Justizvollzugs annehmen zu können, ist der Spracherwerb für diese Gefangenen eine absolut notwendige Vorbedingung. Allein in den vergangenen beiden Jahren haben bereits über 3.000 Gefangene in bayerischen Anstalten Integrations- und Deutschkurse besucht. Aber auch das enge Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen kann zu Problemen führen. Für Ihr unermüdliches Engagement, mit dem Sie tagtäglich diese Herausforderungen meistern, möchte ich Ihnen allen danken. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Zukunft des bayerischen Justizvollzugs.“

Peter Landauer (59 Jahre) trat am 1. Juni 1986 in den bayerischen Justizvollzugsdienst ein. In der Folgezeit war er bei den Justizvollzugsanstalten Straubing, Bernau, Landsberg am Lech und Kaisheim als Abteilungsleiter eingesetzt. Im April 1995 wurde er an die Justizvollzugsanstalt Würzburg versetzt und zum Vertreter des Anstaltsleiters bestellt. Ab März 2004 leitete Peter Landauer die Justizvollzugsanstalt Niederschönenfeld. Seit dem 1. Dezember 2017 ist er für die Justizvollzugsanstalten Kaisheim und die angeschlossenen Anstalten Eichstätt, Neuburg an der Donau und Ingolstadt verantwortlich.

Mariona Hauck (47 Jahre) trat am 1. Oktober 2004 ihren Dienst in der Justizvollzugsanstalt München an. Zuvor war sie bereits fünf Jahre als Rechtspflegerin für die bayerische Justiz tätig. Parallel dazu qualifizierte sie sich durch ein Jurastudium und die erfolgreich absolvierte Zweite Juristische Staatsprüfung. Im Jahr 2009 wurde Mariona Hauck an das Bayerische Staatsministerium der Justiz abgeordnet, wo sie zunächst als juristische Mitarbeiterin im Referat für Sicherheitsanagelegenheiten tätig war und ab 1. März 2014 die Leitung dieses Referats übernahm. Zum 1. Mai 2015 wurde sie an die Justizvollzugsanstalt München versetzt und gleichzeitig zur Stellvertreterin des Anstaltsleiters bestellt. Seit 1. Dezember 2017 leitet die gebürtige Nördlingerin die Justizvollzugsanstalt Niederschönenfeld in ihrem Geburtskreis Donau-Ries.