Einstellungsrekord bei der Bayerischen Polizei

1. März 2018 | Themenbereich: Bayern, Polizei | Drucken

Die Bayerische Polizei kann einen absoluten Einstellungsrekord feiern: Laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann wurden zum 1. März 2018 963 Polizistinnen und Polizisten neu eingestellt. Zum 1. September 2018 werden mehr als 800 weitere Neueinstellungen folgen. Das sind so viele Neueinstellungen wie nie zuvor bei der Bayerischen Polizei. Stellvertretend für die gesamten Neueinstellungen hat Herrmann heute zusammen mit dem Präsidenten der Bayerischen Bereitschaftspolizei Wolfgang Sommer rund 150 neue Polizistinnen und Polizisten begrüßt, die in der VI. Bereitschaftspolizeiabteilung Dachau ihren Dienst angetreten haben. „Dank der hohen Einstellungszahlen werden wir die Bayerische Polizei künftig kräftig verstärken können“, sicherte der Minister zu. „Unsere Personalzuteilungen werden ab 2019 deutlich über der Zahl der Ruhestände liegen.“ Allein 2019 rechnet Herrmann mit einem Plus von rund 300 fertig ausgebildeten Polizisten, von 2019 bis 2023 sogar mit insgesamt rund 1.750. „Damit stehen uns bayernweit deutlich mehr Beamte für die Polizeiarbeit zur Verfügung“, betonte der Minister. „Das ist auch eine spürbare Entlastung für unsere Polizeidienststellen.“

Wie Herrmann erläuterte, gehen die hohen Einstellungszahlen bei der Bayerischen Polizei auf eine deutliche Erhöhung der Polizeistellen zurück. So sollen auf Basis des 2016 beschlossenen Konzepts ‚Sicherheit durch Stärke‘ von 2017 bis 2020 jedes Jahr 500, in der Summe also 2.000 zusätzliche Stellen für die Bayerische Polizei geschaffen werden. Für die Jahre 2017 und 2018 hat die Bayerische Polizei in ihrem Doppelhaushalt bereits die ersten 1.000 Stellen erhalten und mit aktuell insgesamt mehr als 42.000 Stellen den bislang höchsten Personalstand erreicht. Die noch ausstehenden Stellen sollen im künftigen Doppelhaushalt 2019/2020 folgen. Außerdem hat der designierte Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder angekündigt, auch über das Jahr 2020 hinaus nochmals zusätzlich weitere 1.000 Stellen für die Bayerische Polizei schaffen zu wollen. Weitere 500 Stellen sollen zudem für die Grenzpolizei bereitgestellt werden. Nach Herrmanns Worten sieht auch der von der Bayerischen Staatsregierung aufgelegte Masterplan ‚Bayern Digital II‘ einen Personalzuwachs für die Bayerische Polizei in den Jahren 2018 – 2022 vor. Im Nachtragshaushalt 2018 sind bereits 86 Planstellen etwa zum Ausbau der spezialisierten Ermittlungseinheiten zur Cybercrime-Bekämpfung sowie zum Ausbau polizeilicher Cybercrime-Beratungsangebote für Bürger und Unternehmen eingeplant.

Laut Herrmann ist die Bayerische Polizei für junge Menschen hochattraktiv. Es gebe rund sieben Bewerbungen pro freie Stelle. „Deshalb nehmen wir nur die besten Bewerber „, so der Minister. Trotz der hohen Einstellungszahlen ist für Herrmann klar: „Wir werden unsere Nachwuchsbeamten weiterhin auf höchstem Niveau ausbilden.“ Die Bayerische Polizei hat ihre Ausbildungskapazitäten deutlich erhöht, sowohl was die Liegenschaften angeht, als auch das Ausbildungspersonal. Bereits 2017 wurden zusätzliche Unterkunftsgebäude und Lehrsäle an den Bereitschaftspolizeistandorten Würzburg, Eichstätt und Nabburg geschaffen. Auch die Bereitschaftspolizeiabteilung in Dachau wurde und wird kräftig ausgebaut. „Insgesamt haben wir für die Kapazitätserweiterung der Bereitschaftspolizei an den Ausbildungsstandorten nebst Kosten für Möblierung, Lehrsaalausstattung und EDV mehr als 50 Millionen Euro investiert“, verdeutlichte der Minister.

Bereits schon in der ersten Jahreshälfte 2018 kann Herrmann die Bayerische Polizei mit insgesamt 575 neu ausgebildeten Polizistinnen und Polizisten verstärken. Das sind Beamte, die zum 1. März 2018 nach ihrer erfolgreichen Ausbildung für die zweite Qualifikationsebene (ehemals mittlerer Dienst) sowie zum 1. April und 1. Mai in der dritten Qualifikationsebene (ehemals gehobener Dienst) an die Dienststellen der Bayerischen Polizei verteilt werden. Da für den Zuteilungszeitraum vom 1. September 2017 bis zum 28. Februar 2018 insgesamt 517 Beamtinnen und Beamten als Ruhestandsabgänge gemeldet wurden, stehen damit bayernweit rund 58 Polizistinnen und Polizisten mehr für die Polizeiarbeit zur Verfügung. Die Verteilung der neu ausgebildeten Polizeikräfte orientiert sich an der aktuellen Personalsituation unter Berücksichtigung beispielsweise von Ruhestandsabgängen, Abordnungen, Beurlaubungen und schwangerschaftsbedingten Ausfallzeiten. Ziel ist eine möglichst ausgewogene Personalausstattung bei der Bayerischen Polizei. Die Verteilung des neuen Personals auf die einzelnen Dienststellen obliegt den Polizeipräsidien. Die 575 neuen Polizistinnen und Polizisten werden den Polizeipräsidien zum 1. März, 1. April und 1. Mai 2018 wie folgt zugewiesen:

• PP Oberbayern Nord: 44

• PP Oberbayern Süd: 51

• PP München: 45

• PP Niederbayern: 46

• PP Oberpfalz: 47

• PP Oberfranken: 52

• PP Mittelfranken: 73

• PP Unterfranken: 69

• PP Schwaben Nord: 31

• PP Schwaben Süd/West: 36

• Bayerische Bereitschaftspolizei 62

Hinzu kommen insgesamt 19 Versetzungen zum Bayerischen Landeskriminalamt und zum Landesamt für Verfassungsschutz.