GdP Schleswig-Holstein zu Diesel-Diskussion: Aufgabenbücher der Polizei sind proppevoll

28. Februar 2018 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Schleswig-Holstein | Drucken

Gestern hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden, dass Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in Städten zulässig sind. Nun stellt sich die Frage, wer das Verbot kontrollieren soll. „Es wäre interessant zu wissen, wer ein solches Diesel-Fahrverbot in den Städten überhaupt kontrollieren soll und wie es konkret aussehen sollte. Das Ziel polizeilicher Verkehrsüberwachung ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit“, sagte Thomas Gründemann, Mitglied des Geschäftsführenden Landesvorstands, am Mittwoch in Kiel.
Dazu gehöre es, Verkehrsgefahren zu identifizieren, notwendige Gegenmaßnahmen umzusetzen, Verkehrsunfälle zu verhindern bzw. die Folgen zu reduzieren sowie Verkehrsstraftaten und –ordnungswidrigkeiten zu verfolgen.

Der Verstoß gegen Abgasgrenzwerte beeinträchtige hingegen nicht die Verkehrssicherheit, betonte Gründemann. Die Überwachung und Kontrolle sei diesem Fall keine originäre Aufgabe für die Polizei, sondern liege insbesondere bei spezialisierten Stellen wie dem der DEKRA, dem TÜV oder der BAG. Auch ohnedies sei die Landespolizei Schleswig-Holstein hierzu personell nicht in der Lage. „Die Aufgabenbücher der Polizei sind proppevoll. Hier sind die Städte und Gemeinden gefragt, nach intelligenten und umsetzbaren Lösungen zu suchen.“

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