Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten schließen Lücke bei der Strafverfolgung

28. Februar 2018 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Nachdem 2016 beim Polizeipräsidium Duisburg bereits ein zusätzlicher Einsatzzug eingerichtet worden ist, erhalten im September dieses Jahres auch die Präsidien in Essen und Bochum einen zusätzlichen Einsatzzug. 2019 gilt das auch für Dortmund und Wuppertal. Das hat Innenminister Herbert Reul (CDU) heute angekündigt. Mit der Stärkung der Hundertschaften greift Reul eine langjährige Forderung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf.

„Bei den Hundertschaften fallen die meisten Überstunden an. Die Belastungen sind hier enorm hoch, insbesondere an den Wochenenden“, betonte GdP-Landesvorsitzender Arnold Plickert. „Das war der Grund dafür, warum wir gegenüber dem Innenministerium auf die Einrichtung zusätzlicher Einheiten bei den Einsatzhundertschaften gedrängt haben, so wie es auch im Koalitionsvertrag vorgesehen ist.“

Weiterhin begrüßt die GdP, dass das Innenministerium bis 2021 sukzessive drei Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten an den Standorten Bochum, Wuppertal und Köln aufbauen will. Damit wird eine Lücke zu allen anderen Bundesländern und zur Bundespolizei geschlossen. NRW ist das einzige Land, das bislang nicht über diese besonders ausgebildeten Einheiten verfügt. „Neben dem Einsatz bei gewalttätigen Demonstrationen brauchen wir diese Einheiten vor allem bei Razzien, Observationen und bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität, aber auch in sogenannten Angsträumen“, erläuterte der GdP-Vorsitzende.