Strukturen bei „Friederike“ haben funktioniert

25. Januar 2018 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz, Thüringen | Drucken

Die mediale Kritik, dass die Lage während des Orkans Friederike in der letzten Woche vom Innenministerium falsch eingeschätzt wurde, wies Innenstaatssekretär Udo Götze heute (24. Januar 2018) scharf zurück. „Die Stabsstelle des Ministeriums war aktiviert und hat die Lageentwicklung begleitet. Auch das Lagezentrum bei der Landespolizeidirektion und die Stabsstelle im Landesverwaltungsamt waren einsatzbereit“, so Götze.

Das Krisenmanagement in Thüringen ist mehrstufig. Es gibt drei Ebenen:

Stufe 1: die Stäbe bei den Behörden und Einrichtungen, den Landkreisen und kreisfreien Städten,

Stufe 2: die Stabsstellen der Ressorts und

Stufe 3: den Interministeriellen Arbeitsstab für Notfalllagen (IMAS), welcher vom Kabinett einberufen wird.

Der IMAS wird erst einberufen, wenn eine Gefahren- oder Schadenslage so groß ist, dass die Stäbe bei den Behörden und Einrichtungen, den Landkreisen und kreisfreien Städten und die Stabsstellen der Ressorts diese nicht mehr alleine bewältigen können. Beispiele hierfür wären großflächige und lang andauernde Auswirkungen wie seismischen Ereignissen, Hochwasser, Epidemien und Pandemien, inneren Unruhen oder Wirtschafts- und Finanzkrisen.

Generell zuständig für die Bewältigung der allgemeinen Gefahrenabwehr sind die unteren Katastrophenschutzbehörden bei den Landkreisen und kreisfreien Städten. In keinem Landkreis oder kreisfreien Stadt wurde letzte Woche am Donnerstag der Katastrophenfall ausgerufen.

Einige Landkreise hatten ihre Stäbe zur Bewältigung des Ereignisses eingesetzt und entsprechende Lagemeldungen an das Landesverwaltungsamt versandt. Dieses war einsatzbereit und stand in Verbindung mit der Landeseinsatzzentrale der Thüringer Polizei und der Stabsstelle Krisenmanagement im Innenministerium.

„Der Sturm hat in Thüringen schlimme Schäden verursacht und leider auf tragische Weise ein Menschenleben gekostet. Der Sturm bedeutete für die Sicherheitskräfte einen erheblichen Aufwand und barg auch große Gefahren für die oftmals ehrenamtlichen Helfer. Ihnen allen gilt deshalb mein ausdrücklicher Dank und Respekt“, so Götze.