GdP fordert breite gesellschaftliche Diskussion über Gewaltzunahme gegen Einsatzkräfte

10. Januar 2018 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, fordert eine breite gesellschaftliche Diskussion über die deutliche Zunahme von Aggressionen gegenüber Einsatzkräften. Die Polizei erlebe ebenso wie Feuerwehr und Rettungsdienste die Auswüchse dieser Gewaltentwicklung, sagte Malchow am Mittwochmittag in einem Studiogespräch dem Nachrichtensender n-tv in Berlin. Als positiv bewertete er in diesem Zusammenhang das im vergangenen Jahr vom Bund verabschiedete Gesetz, wonach tätliche Angriffe auf Polizeibeamte und Rettungskräfte künftig härter bestraft werden.

Auch Mensch!

Erste Urteile mit hohen Haftstrafen hätten in der Folge bereits ein klares Zeichen gesetzt. Er verwies darauf, dass die GdP über sieben Jahre darum gekämpft habe, damit der Gesetzgeber der wachsenden Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten eine angemessene Reaktion entgegensetze. Zudem werde in der Polizeiausbildung mehr auf körperliche Distanz wertgelegt. Einsatzverhältnisse wie in den USA jedoch lehnt Malchow ab.