Bosbach-Kommission bietet die Chance, dass NRW wieder zu einem bundesweiten Impulsgeber für die Modernisierung der Polizei wird

15. Dezember 2017 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht in der heute ins Leben gerufenen Bosbach-Kommission ein wichtiges Signal, dass die neue Landesregierung ernsthaft gewillt ist, NRW wieder zu einem Impulsgeber für die Modernisierung der Polizei zu machen. „In der Vergangenheit sind von NRW immer wieder wichtige Initiativen ausgegangen, um die Polizei zu professionalisieren und auf neue Herausforderungen einzustellen. Mit dem Arbeitsauftrag, den die Landesregierung heute der Bosbach-Kommission geben hat, haben wir die Chance, dass NRW erneut zum Vordenker für andere wird“, sagte GdP-Landesvorsitzender Arnold Plickert heute nach der Vorstellung der Kommission.
„Wichtig ist, dass die Kommission nicht nur Vorschläge zur besseren Personal- und Sachausstattung der Polizei und zur Bekämpfung neuer Kriminalitätsformen machen soll, sondern auch zur besseren Zusammenarbeit von Bund und Ländern und von Polizei und Justiz. Auch die bessere Vernetzung der Sicherheitsbehörden auf nationaler und internationaler Ebene gehört mit zum Arbeitsauftrag“, betonte Plickert, der selber heute als Mitglied in die 15 Experten umfassende Bosbach-Kommission berufen worden ist.

„In diesen Bereichen gibt es erhebliche Handlungsdefizite“, ergänzte Plickert. „Sie lassen sich nicht von NRW aus alleine lösen, aber von NRW kann ein entscheidender Anstoß ausgehen, um die Sicherheitsbehörden in Deutschland so aufzustellen, dass sie den veränderten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gewachsen sind.“