BDK informiert sich vor Ort über Projekt „PreMAP“

15. Dezember 2017 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen, Niedersachsen | Drucken

„PreMAP“ steht für Predictive Mobile Analytics for Police und bezeichnet ein Pilotprojekt der niedersächsischen Polizei zur räumlichen und zeitlichen Vorhersage von Wohnungseinbrüchen. Dabei erhalten Kolleginnen und Kollegen des Einsatz- und Streifendienstes Informationen auf Tablet-PCs zu Einbrüchen in der jüngsten Vergangenheit und, daraus abgeleitet, zu Risikogebieten künftiger Einbrüche.

Theoretische Grundlage ist der sog. Near-Repeat-Ansatz.

Die innovative Technik wird aktuell in den Städten Wolfsburg und Osnabrück, sowie in den Polizeiinspektionen Salzgitter-Peine-Wolfenbüttel und Hannover-Ost getestet.

Am heutigen Tag informierten sich Matthias Karsch (Landesvorsitzender des BDK Nds) und Martin Hoffmann (Sprecher Junge Kripo im Landesvorstand) in der PI Hannover-Ost, in der „PreMAP“ seit November läuft, über den aktuellen Sachstand und die ersten Erfahrungen. Sie nutzen die Gelegenheit, sich unmittelbar ein Stimmungsbild einzuholen.

Begleitet wurden sie von Axel Brockmann (Referatsleiter 23 „Kriminalitätsbekämpfung“ im Landespolizeipräsidium), in dessen Referat die Fachaufsicht über das Projekt liegt und der selbst Mitglied der Lenkungsgruppe ist.

Detlef Hoffmann (Leiter PI Hannover-Ost), Jens-Johann Hinrichs (Leiter KED m.d.W.d.D.b.) und Britta Schwarz (Standortverantwortliche „PreMAP“) schilderten kompetent und anschaulich ihre insgesamt positiven Erfahrungen im Umgang mit der neuen Technik.

Alexander Gluba (Gesamtprojektleiter des LKA NI) ergänzte die Ausführungen mit seiner Expertise.

Einigkeit bestand darin, dass die nachhaltige Bekämpfung dieses Deliktsfeldes nicht allein mit offener Polizeipräsenz auf der Straße und dadurch bedingter Verdrängung der Täter gelingen kann, sondern, dass Ermittlung und Ergreifung Priorität haben müssen.

Angesichts (zu) hoher Fallzahlen und (zu) geringer Aufklärungsquote verdient dieser für Niedersachsen neue Ansatz eine Chance. Deshalb wird der BDK das Projekt weiterhin fachlich begleiten und den für April 2018 vorgesehenen Abschlussbericht des LKA ergebnisoffen abwarten.

Eines ist allerdings schon heute klar: „PreMAP“ könnte sich zwar als sinnvoller Baustein in der effektiven Bekämpfung des WED erweisen, keinesfalls kann es jedoch kriminalpräventive Maßnahmen, kriminalistisches Know-how und qualifizierte Ermittlungen ersetzen.

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