Verleihung des 27. Joseph-Ströbl-Preis

27. November 2017 | Themenbereich: Bayern, Innere Sicherheit | Drucken

Der mit 5.000 Euro dotierte 27. Joseph-Ströbl-Preis für besondere Verdienste um die Verkehrssicherheit geht heuer an Sven Rademacher. Seinen Preis bekam der Pressesprecher des Deutschen Verkehrssicherheitsrates heute im Bayerischen Innenministerium von Sonja Ströbl und Bayerns Innen- und Verkehrsstaatssekretär Gerhard Eck überreicht. Rademacher hat sich als Chefredakteur von DVR-Report ganz speziell dem Thema Verkehrssicherheit gewidmet. Eck: „Sie tragen mit Ihrem Engagement wesentlich dazu bei, dass die Menschen ein breiteres Bewusstsein für die Sicherheit auf unseren Straßen entwickeln.“ Die beiden mit jeweils 2.500 Euro dotierten wissenschaftlichen Förderpreise gingen an den Ingenieur Dr. Christian Gold aus Augsburg und an die gebürtige Erlangerin Prof. Dr. Annette Thierauf-Emberger vom Universitätsklinikum Freiburg.

Dr. Christian Gold beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem automatisierten Fahren. Dabei untersucht er, wie sehr sich die Rolle des Menschen als Autofahrer in Zukunft entscheidend verändern wird. Aber ganz, so ist der Wissenschaftler fest überzeugt, wird das autonome Fahrzeug den Fahrer nie ersetzen. „Bei jeder Fahrt muss der Fahrzeugführer in der Lage sein, die Steuerung unverzüglich wieder zu übernehmen – wenn das automatisierte System ihn beispielsweise dazu auffordert oder wenn die Technik nicht mehr Herr der Lage ist“, so Eck. Gold hat deshalb ein Programm entwickelt, mit dem sich die für eine Übernahme notwendige Zeit vorhersagen lässt. „Dieses Wissen ist notwendig, um selbstfahrende Autos präzise auf unsere Reaktionsschnelligkeit zu programmieren. Gold hat damit einen Forschungsbeitrag geleistet, der später einmal Menschenleben retten kann“, gratulierte Eck.

Prof. Dr. Annette Thierauf-Emberger hat mit ihrer Arbeit den Alkoholgehalt von sogenanntem alkoholfreien Bier untersucht. Als Medizinerin hat sie sich darauf spezialisiert, wie man den Alkohohlgehalt im Blut künftig noch besser nachweisen kann. Dafür hat sie ein spezifisches Testverfahren entwickelt. „Sie haben uns damit entscheidend weitergeholfen, wie wir in Zukunft eine erhebliche Beeinträchtigung und Fahruntüchtigkeit noch besser nachweisen können. Sie haben damit Großartiges auf dem Gebiet der Verkehrssicherheit geleistet“, lobte Eck.

Seit Jahren setzt sich die ‚Joseph und Sonja Ströbl-Stiftung‘ an der Technischen Universität München für Innovationen rund um die Verkehrssicherheit ein. Die Joseph-Ströbl-Preise werden jährlich an Journalisten oder/und Wissenschaftler verliehen, die sich um Verbesserungen im Verkehrssicherheitsbereich besonders verdient gemacht haben. Die Verkehrssicherheit liegt Eck besonders am Herzen: „Mit unserem Verkehrssicherheitsprogramm 2020 ‚Bayern mobil – sicher ans Ziel‘ machen wir uns dafür stark, Verkehrsunfälle in unserem Land nach­haltig zu reduzieren.“

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