Neues Polizeipräsidium feierlich eingeweiht

21. November 2017 | Themenbereich: Polizei, Rheinland-Pfalz | Drucken

Nach einer Vorbereitungszeit von anderthalb Jahren wurde die größte Organisationsreform der letzten 20 Jahre in der rheinland-pfälzischen Polizei im vergangenen Monat umgesetzt. Innenminister Roger Lewentz hat jetzt das neue landesweit zuständige Polizeipräsidium Einsatz, Logistik und Technik (PP ELT) feierlich eingeweiht und als neuen Behördenleiter Christoph Semmelrogge beauftragt.

Als Behördenleiter des PP ELT wurde der 58 Jahre alte, gebürtige Westerwälder Christoph Semmelrogge bestellt. Er trat 1975 in den Dienst bei der rheinland-pfälzischen Polizei ein. Im Jahr 1986 wurde zur Kreisverwaltung Altenkirchen versetzt. Das Studium an der damaligen Polizeiführungsakademie absolvierte Semmelrogge 1995. Danach folgten dienstliche Stationen in Mainz beim Polizeipräsidium Rheinhessen als Stabsbereichsleiter und danach als Leiter des Lagezentrums im Innenministerium. Im Jahr 2003 übernahm er dann die Leitung der Polizeidirektion Montabaur. Nach 2007 war Semmelrogge zunächst Leiter des Führungsstabes im Polizeipräsidium Koblenz und anschließend Leiter der Abteilung Polizeieinsatz.

Der Innenminister formulierte angesichts dieses Lebenslaufs: „Für die Führung des Polizeipräsidiums Einsatz, Logistik und Technik ist deshalb ein besonderer Mann ausgewählt worden, der auf die erforderliche polizeiliche Führungserfahrung zurückgreifen kann“.

Philipp Römer ist künftig der Polizeivizepräsidenten des PP ELT. Der 50 Jahre alte Mainzer Jurist wurde 1995 als Regierungsrat bei der Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz eingestellt. Im Juli 1997 folgte dann eine fünf Jahre dauernde Tätigkeit beim Polizeipräsidium Mainz. Im Jahr 2002 wechselte Römer als Referent in die Polizeiabteilung im Innenministerium, zunächst im Referat für „Personal, Waffenrecht und Kampfmittel-räumung“ später leitete er das Haushaltsreferat. Ab 2015 führte er die Zentralstelle für Polizeitechnik.

Die Ämter des Polizeivizepräsidentin oder der Polizeivizepräsidenten gab es bislang nicht bei rheinland-pfälzischen Polizei. Mit der Einführung soll künftig die Verantwortung verdeutlicht werden, die dem Amt als ständige Vertreterin oder Vertreter der Behördenleitung und auch als Polizeiführer bei herausragenden Einsatzlagen innewohnt.

Als weitere Vizepräsidenten wurden ernannt: Für das Präsidium in Trier Franz-Dieter Ankner für das Präsidium Mainz Werner Reichert, im Präsidium Westpfalz in Kaiserslautern Franz-Josef Brandt und für das Polizeipräsidium Rheinpfalz in Ludwigshafen Eberhard Weber.

Der Leitende Polizeidirektor Dr. Axel Henrichs wurde vom Innenminister zum stellvertretenden Leiter Hochschule der Polizei auf dem Hahn ernannt.

Der vorherige Direktor der Bereitschaftspolizei Karlheinz Maron wurde bereits vor wenigen Wochen zum neuen Behördenleiter des Polizeipräsidiums Koblenz ernannt. Der Leitender Polizeidirektor Helmut Oberle wird künftig nicht mehr eine Behörde, sondern die Abteilung der Wasserschutzpolizei im PP ELT leiten.

In mehr als 20 Gesetzen und Verordnungen wurden Bestimmungen angepasst, um elf Polizeibehörden und Polizeieinrichtungen auf acht Polizeibehörden zu optimieren. Mit der Bereitschaftspolizei, der Wasserschutzpolizei und der Zentralstelle für Polizeitechnik wurden zwei zuvor eigenständige Polizeieinrichtungen und eine Polizeibehörde zusammengelegt. Rund 1750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im neu geschaffenen PP ELT tätig.

„Wir haben leistungs- und personalstarke Einsatzeinheiten geschaffen. Bei der Wasserschutzpolizei ist durch die Optimierung der Dienststellenstruktur ein flexiblerer und effizienter Personaleinsatz möglich. Mit der Zusammenlegung der Verwaltung von drei Organisationen haben wir die Führungsstruktur insgesamt verschlankt. Die Zusammenlegung der Spezialeinheiten wurde zudem integriert, so dass die Polizei herausragenden Kriminalitäts- und Einsatzlagen noch besser begegnen kann. Die Schaffung einer Zentralstelle für Polizeigesundheit ermöglicht die Bündelung gesundheitsrelevanter Themen für den Polizeibereich. Gerade aufgrund der Gefahren und Herausforderungen, denen sich Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte nicht nur bei Sonderlagen ausgesetzt sehen, war es mir besonders wichtig, hier die Kompetenzen zu bündeln. Und zu guter Letzt bündeln wir die Beschaffung, um passgenau auf die polizeilichen Bedürfnisse eingehen zu können“, fasst Roger Lewentz die Kernelemente der Organisationsreform zusammen.

Im Zuge der Umstrukturierung der Polizeiorganisation wurde zudem die Landespolizeischule in die Hochschule der Polizei integriert. Damit wird die notwendige Einheit von Aus- und Fortbildung noch besser gewährleistet, was Chancen eröffnet, um in der Wissensvermittlung und im Bereich der Kompetenzentwicklung neue Wege zu gehen.

 

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