Erstes KORA Forum über das Phänomen islamistischer Radikalisierung

18. Oktober 2017 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Sachsen | Drucken

Heute fand in Leipzig das erste Forum der Koordinierungs- und Beratungsstelle Radikalisierungsprävention des Freistaates Sachsen (KORA) in Leipzig statt. Etwa 120 Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen, Organisationen, staatlichen Institutionen sowie religiösen Einrichtungen nahmen an der Fachveranstaltung teil.

Neben Impulsreferaten beispielsweise über die Attraktivität des gewaltbereiten Islamismus oder die Chancen bei der Strukturförderung muslimischer Organisationen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Seminaren ihre Kenntnisse unter anderem über Muslime in Sachsen oder die Narrative der Islam- und Muslimfeindlichkeit vertiefen.

Dazu die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping: „Mit der Einrichtung der KORA sind wir dem Grundsatz ‚Handeln, bevor etwas passiert.‘ gefolgt. Nachdem die Arbeit in der KORA nun erfolgreich angelaufen ist, die ersten Beratungsgespräche geführt und die Kontakte zu den Projektpartnerinnen und –partnern vertieft wurden, möchten wir alle am Thema Beteiligten zusammenbringen und mit dem KORA Forum ein regelmäßiges sachsenweites Format für den Phänomenbereich der islamistischen Radikalisierung beginnen. Die Vernetzung und der Austausch zwischen den Akteurinnen und Akteuren sind wichtig, diese Erfahrung haben wir bereits bei der haupt- und ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit gemacht. Deshalb wollen wir diesen Weg weiter gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern fortschreiten.“

Die KORA hat am 1. März 2017 ihre Arbeit aufgenommen. Das Hauptziel der KORA besteht darin, die Demokratiefähigkeit potenziell Betroffener zu stärken. Die Arbeit der KORA stützt sich auf fünf Säulen: Dialog mit muslimischen Organisationen, Fortbildung, Angehörigen- und Umfeldberatung, De-Radikalisierungsberatung und Ausstiegsberatung.
Kontakt zu KORA: 0351/ 564 564 9 (Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr)

Hinweis: Diese Maßnahme wurde mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten im Sächsischen Landtag verabschiedeten Haushalts. Weiterhin wurde die Veranstaltung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.

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