„Deutliche höhere finanzielle Förderung der niedersächsischen Fußball-Fanprojekte durch das Land“

9. Oktober 2017 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Niedersachsen | Drucken

Der niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, plant, dass die Fanprojekte künftig finanziell noch stärker unterstützt werden. „An den fünf Standorten Hannover, Wolfsburg, Braunschweig, Osnabrück und Meppen leisten die Fanprojekte hervorragende Arbeit. Die Arbeit der Fanprojekte istein wichtiger Bestandteil der Gewaltprävention im Zusammenhang mit Fußballspielen in Niedersachsen. Über die Fanprojekte können wir vor allem junge Menschen erreichen, bevor diese in eine gewalttätige Szene abrutschen. Was wir zuletzt bei Fußballspielen in Berlin, Rostock und anderswo gesehen haben, wo Chaoten den Fußball für ihre Gewaltorgien missbraucht haben, zeigt ganz klar: Wir müssen die friedliche Fankultur in ganz Deutschland noch weiter stärken. Dazu gehört die finanzielle Ausstattung der Fanprojekte“, so der Minister.

Pistorius hat „intensive und konstruktive Gespräche“ mit Vertretern aller niedersächsischen Fanprojekte, den Fanbeauftragten der niedersächsischen Fußballklubs und Vertretern der bundesweiten Interessengemeinschaft aktiver Fußballfans „Unsere Kurve“ geführt. „Die präventive Arbeit der Fanprojekte mit der Fanszene ist enorm wichtig, sie arbeiten an der Basis und machen einen richtig guten Job.“ Im nächsten anstehenden Haushalt wird das Innenministerium eine deutliche Erhöhung der Mittel zur Finanzierung der niedersächsischen Fanprojekte beantragen. Pistorius: „Wir wollen den Landesanteil deutlich erhöhen. Mein Ziel ist, dass wir die Summe um mehr als 50 Prozent der aktuellen Fördersumme auf 50.000 Euro pro Projekt anheben. Wir sind hier in der Verantwortung mehr zu tun.“

Aktuell erhalten die niedersächsischen Fanprojekte jährlich jeweils rund 30.000 Euro, getragen je zur Hälfte vom Innenministerium sowie dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Mit zusätzlichen Mitteln aus dem Haushalt des Innenministeriums soll die jährliche Fördersumme auf 50.000 Euro pro Fanprojekt stark angehoben werden. „Dass wir im Innenministerium unseren Anteil erhöhen, hat noch einen weiteren positiven Effekt: Ganz automatisch erhöht sich nach einem bestimmten Berechnungsschlüssel dadurch auch die von DFL bzw. DFB bereitgestellte Fördersumme“, so Pistorius. Die Verbände beteiligen sich mit 50 Prozent an der Finanzierung eines Fanprojektes, wenn die restlichen 50 Prozent von der Bezugskommune und dem zugehörigen Bundesland beigesteuert werden.

Mit den Angeboten der Fanprojekte wird eine zielgerichtete Möglichkeit der Vorsorge geschaffen, um Jugendliche und Heranwachsende für die friedliche Fankultur zu begeistern und von den Anhängern fernzuhalten, die Gewalt und Störungen beim Fußball suchen. „Fanprojekte sind eine wichtige Anlaufstelle für junge Menschen und ermöglichen eine direkte Ansprache in deren Lebenswelt“, so Pistorius. Über die Spieltagsbetreuung hinaus bieten sie Freizeitangebote und Jugendbegegnungen, engagieren sich in der Suchtprävention, gegen Sexismus, Rassismus und Homophobie und leisten wertvolle Bildungsarbeit.

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