Veränderungen in der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung Eutin nach der sogenannten „WhatsApp-Affäre“

28. September 2017 | Themenbereich: Polizei, Schleswig-Holstein | Drucken

Staatssekretär Torsten Geerdts hat gestern den Mitgliedern des Innen- und Rechtsausschusses die Einschätzung des Innenministeriums zu den Veränderungen in der Polizeischule nach der sogenannten „WhatsApp-Affäre“ erläutert.
Nach Ansicht des Staatssekretärs hilft im Zusammenhang mit Verdachtsfällen von angeblichem Rassismus und Sexismus nur ein Höchstmaß an Transparenz. „Für diese Transparenz stehen wir gemeinsam mit allen Verantwortlichen im Ministerium und in der Landespolizei“, versicherte Geerdts. Nach Bekanntwerden der aktuellen Vorwürfe sei er sofort unterrichtet worden. Sowohl dienst- als auch, wo nötig, strafrechtliche Schritte seien umgehend eingeleitet worden.

Geerdts machte deutlich, dass er und Innenminister Grote den jungen Polizeianwärterinnen und -anwärtern und ihren Ausbildern vertrauen. Fast alle von ihnen arbeiteten vorbildlich und agierten im Umgang miteinander und generell in der Ausbildung angemessen. Er und der Innenminister verließen sich genau wie die, laut wiederkehrenden Umfragen, überwiegende Mehrheit der Menschen im Land auf die Polizistinnen und Polizisten, ihre Ausbilder und auch die Anwärterinnen und Anwärter. „Eins ist aber natürlich auch klar: Damit das Vertrauen der Bevölkerung in unsere Bürgerpolizei so groß bleibt, darf es am Umgang mit den wenigen schwarzen Schafen nicht den geringsten Zweifel geben. Auch da sind wir uns mit der Polizeiführung völlig einig: Polizeikräfte haben eine Vorbildfunktion. Deshalb gilt das für Ausbilderinnen und Ausbilder in ganz besonderem Maße. Wer das nicht kann, gehört da nicht hin. Es gibt keinen Platz für Extremismus, Sexismus und Mobbing in unserer Bürgerpolizei. Derartiges tolerieren wir nicht.“

Durch die vorgenommenen Änderungen im Ausbildungskonzept der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung sei es jetzt möglich, auch präventiv zu agieren, alle Beteiligten zu sensibilisieren. Mit den stärker gewichteten Schwerpunkten Berufsethik und Wertediskussion seien wichtige Schritte veranlasst worden. „Ich bin überzeugt: Bei den im vergangenen Jahr und in den vergangenen Wochen bekannt gewordenen Fällen handelt es sich um Einzelfälle. Diese Einzelfälle sind jedoch geeignet, das Ansehen der gesamten Polizei zu beschädigen. Deshalb ist es so wichtig, dass es in Eutin jetzt ein modernes überarbeitetes Ausbildungskonzept gibt, das ständig neu angepasst werden wird an die aktuellen Entwicklungen“, erklärte Innenstaatssekretär Geerdts.

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