Justizministerin eröffnet Jahrestagung der „Sicherheitspartnerschaft im Städtebau“

28. September 2017 | Themenbereich: Justiz, Niedersachsen | Drucken

Heute tauschten sich in Hannover Expertinnen und Experten aus dem ganzen Bundesgebiet über Fragen des sicheren Wohnens und der sicheren Mobilität auf der Jahrestagung der „Sicherheitspartnerschaft im Städtebau in Niedersachsen“ (SiPa) aus.

Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz eröffnete die Veranstaltung in der NBank und begrüßte die Partner der SiPa sowie die zahlreichen Gäste aus Politik, Verwaltung, Sicherheitsbehörden und Wirtschaft. In ihrem Grußwort betonte die Ministerin die Relevanz von Präventionsmaßnahmen für das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger.

„Sicheres Wohnen und sichere Mobilität beeinflussen in erheblichem Maße die Lebensqualität. Damit wird Sicherheit zur Standortfrage und wirkt sich unmittelbar auf Kommunen und Regionen aus. Doch auch Unternehmen, die eine wichtige Funktion für Kommunen erfüllen, stellen sich zunehmend die Sicherheitsfrage.“ Städte und Gemeinden versuchten, sich als attraktive, wirtschaftsaffine und sichere Standorte zu präsentieren. „Dies kann nur gelingen, wenn sich jede Kommune frühzeitig und aktiv um Kriminalprävention bemüht beispielsweisedurch präventiven Einbruchschutz“, erklärte Niewisch-Lennartz und hob die erfolgreiche Arbeit der rund 200 kommunalen Präventionsräte in Niedersachsen hervor. Der für die Präventionsarbeit notwendige Dialog von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, wie er sich in der SiPa darstelle, werde auch künftig durch den Landespräventionsrat Niedersachsen im Niedersächsischen Justizministerium koordiniert und unterstützt.

Dr. Holger Floeting vom Deutschen Institut für Urbanistik in Berlin hielt den Hauptvortrag zum Thema „Sicherheit als Standortfaktor in Städten und Gemeinden“.

Nadine Brenscheidt vom Polizeipräsidium Hagen stellte ein Forschungsprojekt zum Wohnungseinbruchdiebstahl des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen vor.

Gerald Muß, Deutsches Forum für Kriminalprävention in Bonn, präsentierte einen Sachstandsbericht über die Weiterentwicklung der KfW-Förderprogramme zum Einbruchschutz.

Zur Sicherheit in öffentlichen Verkehrsmitteln und im Haltestellen-Umfeld referierten Heike Rau vom VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH, Andreas Eberhard, üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG und Dirk Carstensen vom Hamburger Verkehrsverbund GmbH.

Hintergrund:

Die Sicherheitspartnerschaft im Städtebau in Niedersachsen (SiPa) ist ein Zusammenschluss von 20 staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen aus dem Bereich Planen, Bauen, Wohnen, Mobilität und Sicherheit. Die SiPa wird vom Landespräventionsrat im Niedersächsischen Justizministerium koordiniert. Ziel ist es, Sicherheit im Wohnumfeld sowie im öffentlichen Raum durch präventive Ansätze zu stärken. So soll Kriminalität gemindert und das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig verbessert werden.

Zur Bewertung von Wohnanlagen und Wohngebieten hat die SiPa ein Qualitätssiegel für sicheres Wohnen entwickelt und bisher 36-mal an Wohnungsunternehmen verliehen. Um dieses Qualitätssiegel zu erhalten, müssen seitens der antragstellenden Wohnungsunternehmen verschiedene Kriterien erfüllt werden, die nachweislich sicheres Wohnen ermöglichen. Diese reichen von ausreichender Beleuchtung über Sauberkeit bis hin zur Belebung des Wohngebietes.

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