Innere Sicherheit und Bildung – Ohne eine fundierte akademische Ausbildung geht es nicht!

25. September 2017 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Polizei | Drucken

Verabschiedung der 45 Absolventinnen und 131 Absolventen des Masterstudiengangs 2017 der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) und Verleihung des Preises der Stüllenberg-Stiftung 2017

 

Am 22.09.2017 war die Stadthalle in Münster-Hiltrup Anlaufpunkt für gut 600 Gäste, die aus allen Teilen Deutschlands kamen, um bei der feierlichen Verabschiedung der 176 Absolventinnen und Absolventen der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) dabei zu sein. Nach zweijährigem Masterstudium kehren die Polizeibeamtinnen und -beamten nun wieder in die Praxis zurück und können ihr Wissen gleich auf den Prüfstand stellen.

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Markus Ulbig, Innenminister des Freistaates Sachsen machte in seiner Festansprache die Bedeutung der Ausbildung für die Herausforderungen der Inneren Sicherheit deutlich: „Mit dem Abschluss liegen zwei arbeitsintensive Studienjahre hinter den Polizeibeamten und neue Herausforderungen vor ihnen. Die Frauen und Männer haben sich umfangreiches Fach- und Führungswissen und die dazugehörige Methodik angeeignet und ihre Kompetenzen weiter gestärkt. Angesichts der aktuellen Herausforderungen bei der Inneren Sicherheit brauchen wir in Bund und Ländern eine Vielzahl guter Polizistinnen und Polizisten“, so Ulbig.

Der Vertreter der Studierenden, Martin Eisele aus Bayern, zeichnete in seiner Rede nach, wie lang der Weg bis zum Masterabschluss war. „Die Ausbildung des höheren Polizeidienstes an einer Universität ist eine große Investition“, so Eisele. Eine Investition an Zeit und Engagement für die Studierenden, an finanziellen Mitteln bei den entsendenden Ländern und dem Bund sowie eine Investition in die Zukunft der Inneren Sicherheit, die ohne akademisch qualifizierte Führungskräfte – angesichts der komplexen beruflichen Aufgaben – nicht mehr denkbar ist.

Doch nicht nur die Absolventinnen und Absolventen hatten einen Grund zu feiern. Mittlerweile ist es Tradition, dass im Rahmen des Festaktes auch diejenigen geehrt werden, die aktuell ihre Promotion an der DHPol abgeschlossen haben. Dr. Martin Hartmann von der Bundespolizei gehört zu den ersten Absolventen der damals noch jungen DHPol. Nach dem erfolgreichen Masterabschluss im Jahr 2009 ließ ihn der Gedanke an eine Dissertation nicht mehr los. Kein leichtes Vorhaben, denn sein Arbeitstag als Dienststellenleiter bei der Bundespolizei war mehr als ausgefüllt. Mit großem persönlichen Einsatz und Durchhaltevermögen ist es ihm gelungen, die Arbeit 2017 fertigzustellen und erfolgreich zu verteidigen. Neben dem persönlichen Erfolg ist es auch ein Erfolg für die DHPol, da Martin Hartmann zeigt, dass Polizei und Wissenschaft gut zusammenpassen und der Masterstudiengang das Rüstzeug für einen weitergehenden akademischen Abschluss liefert.

Ein Novum hatte die traditionsreiche Veranstaltung in diesem Jahr auch zu bieten. Erstmalig wurde der mit 1.000 € dotierte Preis der Münsterschen Stüllenberg-Stiftung an Absolventinnen und Absolventen der Abschlussjahrgänge 2015 und 2016 verliehen. Die den externen Gutachterinnen und Gutachtern haben vier Arbeiten zur Prämierung ausgewählt. Diese Arbeiten stammen aus den der Sozialwissenschaften, der Ethik, der Kriminologie und der Kriminalistik.

Den Abschluss des Festakts bildete der programmatische Vortrag des Präsidenten der DHPol, Univ.-Prof. Hans-Jürgen Lange. In diesem Jahr stellte er das polizeiliche Bildungswesen in den Mittelpunkt seines Vortrags. „Angesichts der Herausforderungen zur Gewährleistung der Inneren Sicherheit mögen Fragen der polizeilichen Bildungsarbeit scheinbar nicht an erster Stelle stehen“, so Lange. „Doch gerade hochqualitative polizeiliche Bildungsarbeit nach gemeinsamen Standards sichere hohe Qualität polizeilicher Arbeit“, da ist sich Lange nach nunmehr drei Jahren im Amt des Präsidenten der DHPol sicher. Studium und Fortbildung gehören dabei für ihn zusammen wie zwei Seiten einer Medaille. Um für eine zukunftsfähige Bildungsarbeit den strategischen und organisatorischen Rahmen zu schaffen, hat die DHPol in diesem Jahr einen Strategieprozess eingeleitet. „Gemeinsam mit den Trägern und allen Mitgliedern der Hochschule sind wir auf einem guten Weg, die DHPol der Zukunft zu skizzieren“, betonte Lange.

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